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Ein Land der Sitzenbleiber

09.08.2016 – Gesundheit Zucker Insulin by_knipseline_pixelio.deDie Deutschen sind zu dick, bewegen sich zu wenig und essen – zumindest teilweise – zu ungesund. Konstatierte die Barmer Ersatzkasse in ihrem jüngsten Krankenhaus-Report die Zunahme der Fettleibigkeit der Deutschen, bemängelt die DKV vor allem die Bewegungsfaulheit der Bundesbürger. Die Folgen sind fatal – und vor allem teuer.

“Deutschland bleibt sitzen” – vor allem im Job, kritisiert die DKV Deutsche Krankenversicherung in ihrem gestern vorgestellten Report für 2016. Die ernüchternde Bilanz: fast die Hälfte aller Berufstätigen arbeitet heute im Sitzen. Dabei verbringen vor allem Schreibtischmitarbeiter bis zu elf Stunden täglich im Sitzen. Tendenz steigend: Denn die “Bewegungsfaulheit” nimmt immer mehr zu, stellt der jüngste DKV-Report fest (siehe DOSSIER).

Dabei mussten allein 2014 rund sieben Millionen Menschen wegen Adipositas behandelt werden, konstatierte erst kürzlich die Barmer GEK in ihrem jüngsten Krankenhausreport. Dies entspricht einem deutlichen Plus von 14 Prozent gegenüber 2006. Häufigste Diagnosen sind demnach Herzprobleme, gefolgt von der Psyche und Verhaltensstörungen durch Alkohol.

Dabei scheint Fettleibigkeit nicht nur für die Versicherer zum Problem zu werden – Stichwort: Milliarden-Kosten durch die Folgen der Fettleibigkeit – sondern auch für die Versicherten selbst. So hatte erst jüngst ein noch 200 Kilogramm schwerer Arbeiter eine Kündigung wegen Fettleibigkeit vor dem Landesarbeitsgericht in Düsseldorf abwenden können. Dabei hatte der Garten- und Kanalbaubetrieb argumentiert, dass der Mann seine Arbeit wegen seiner Körperfülle nicht mehr vertragsgemäß leisten könnte.

Zwar konnte der Mann seine Kündigung durch einen Vergleich noch abwenden. Mangelnde Bewegung und ungesunde Ernährung wirken sich dennoch immer spürbarer auf den Lebensstil der Deutschen aus, wie auch der aktuelle DKV-Report belegt: Demnach ernähren sich die Menschen in Sachsen-Anhalt am gesündesten. Schlusslichter sind hingegen die Bewohner in Baden-Württemberg und Hessen mit einem Benchmark von lediglich 40 Prozent – Maultaschen und Äbbelwoi lassen grüßen.

Damit bestätigt der Report auch den Gesundheitsreport der Weltgesundheitsorganisation (WHO) aus dem Jahr 2015, wonach viele Europäer mittlerweile zu viel essen und zu viel trinken. Auch wenn Alkohol- und Tabakkonsum zurückgegangen sind, ist und bleibt Fettleibigkeit nach Ansicht der WHO-Experten eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. (td)

Bildquelle: knipseline / pixelio.de

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