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Ehrlichkeit zum Jahres-Ultimo

22.12.2014 – karel_van_hulle_icirEin Kommentar von Karel Van Hulle.

2014 stand für die Versicherer ganz unter dem Zeichen von Solvency II und den veränderten Rahmenbedingungen durch das LVRG. Für VWheute beleuchtet der frühere Leiter des Referats “Versicherungen und Altersversorgung” bei der EU-Kommission – auch bekannt als “Mr. Solvency II” – die Schattenseiten der Versicherungsregulierung.

So kann man ohne weiteres Produkte auch kaputt regulieren. Dies ist zum Teil im Bereich der Lebensversicherung geschehen: man kann den Schutz der Versicherungsnehmer so streng gestalten, dass die Produkte gar nicht mehr angeboten werden, weil sie auch aus einer wirtschaftlichen Betrachtung nicht mehr interessant sind. Durch die Versicherungsregulierung sollten die Versicherungsnehmer angemessen geschützt werden (siehe MÄRKTE).

Die Regulierung sollte aber nicht den Gedanken entstehen lassen, dass der Versicherungsnehmer eine absolute Garantie erhält. Vielmehr geht es um ein Gleichgewicht zwischen einem angemessenen Schutz und einem wirtschaftlich vernünftigen Ansatz.

Hinzu kommt, dass die Versicherungstätigkeit sehr technisch und sehr komplex ist. Versicherungsprodukte sind nicht also nicht einfach. Es ist somit nicht evident, Menschen außerhalb des Versicherungsbereiches klar zu machen, was die Versicherung bedeutet. Eine holistische Betrachtung kann dazu beitragen, ein Übermaß an Regulierung zu vermeiden.

Versicherungsvertreter sind auch keine guten “Communicators” – vielmehr verlieren sie sich schnell in technischen Ausführungen. Dadurch verstehen nur die wenigsten Menschen, dass es keine Verbindung gibt zwischen Prämie und Risiko und dass ein Versicherungsvertrag auch keine absolute Garantie bietet (siehe DOSSIER). (vwh)

Bild: Karel Van Hulle (Quelle: ICIR)

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