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DVS-Symposion: Weltrisiko wächst stärker als das Welt-Bruttosozialprodukt

12.09.2014 – reinhold Mueller_Korrespondenten_Tagung_150Ein Kongressbericht von VWheute-München-Korrespondent Reinhold Müller.

Über 700 Risikomanager aus deutschen und – zunehmend auch aus ausländischen Industrie-Unternehmen, sowie von Industrie-Versicherern folgten dem Ruf zum DVS Symposions 2014 in München, das gestern begann und heute fortgesetzt wird. Das ist ein neuer Teilnehmer-Rekord bei dem alljährlich stattfindenden Industrie-Versicherungs-Kongress, konnte Alexander Mahnke,  der – ebenfalls neue – Vorstandsvorsitzende des DVS Deutscher Versicherungs-Schutzverband e.V. bei seiner Begrüßung feststellen.

Nicht mehr ganz so neu war dagegen die Klage des hauptberuflich als Chef der Insurance Siemens Financial Services GmbH tätigen promovierten Juristen, mit der auch er sich bei dieser Veranstaltung wieder vernehmen ließ. Der Versicherungseinkauf werde in den Unternehmen „mehr und mehr als Commodity“ gesehen, nachdem dank der Aktivitäten seiner eigenen Gilde und auch der Makler inzwischen die Masse der Unternehmensrisiken versicherbar sei, beklagte er. Deshalb werde der von den Risiko-Managern  geleistete Wertbeitrag für den Unternehmenserfolg  nicht mehr gebührend wahrgenommen.

Trost kam umgehend von Thomas Hürlimann. Der CEO der Global Corporate Zurich Insurance Company Ltd. wagte die These, dass das Risiko auf der Welt  stärker wächst als das globale Bruttosozialprodukt. Dies beispielsweise durch die zunehmende Zahl der Naturkatastrophen, aber vor allem auch die neuartigen Cyber-Risiken oder, ganz akut und daher Thema einer Podiumsdiskussion, durch immer mehr geopolitische Risiken wie den Krisen in der Ukraine und in Syrien oder durch die Bedrohung durch islamische Extremisten. Daher würden sowohl die Risikoanalyse wie das Risikomanagement sogar immer wichtiger und der Bedarf an integrierten Lösungsansätzen drängender denn je.

Es liege deshalb nicht zuletzt an den Akteuren selbst, den Wertbeitrag des Risiko-Managements besser als bisher herauszustellen, machten Eberhard Faller, Risiko-Manager beim Chemie-Konzern BASF SE, und sein Kollege Gregor Köhler von der Bayer AG in einem Forum deutlich. Ganz neue Betätigungsfelder tun sich für sie zudem beispielsweise wegen des durch die Demografie bedingten drohenden Mangels an Mitarbeitern in der Kooperation mit den Personalabteilungen bei attraktiven Vorsorge-Angeboten für die Belegschaften auf, so die Botschaft eines anderen Forums.

Link: DOSSIER

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