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Droht eine Fragmentierung der Versichertengemeinschaft?

29.01.2015 – christoph_schmallenbach_vwWas der Kunde wünscht, soll er auch bekommen, sagte Christoph Schmallenbach, Mitglied der Generali Deutschland Holding, im Exklusiv-Video-Interview zur immer größeren Verbreitung der sogenannten Gesundheits-Apps. Die Nachfrage sei vorhanden. Dem gegenüber steht die Kritik der Linken im Deutschen Bundestag. Sie sehen in den Apps vielmehr eine “Generalerlaubnis für Big-Data-Unternehmen”.

Etwa ein Drittel der Versicherten fokussierten demnach auf diese Apps, betonte Schmallenbach. Diesen Kundenbedürfnissen müssten die Versicherer Rechnung tragen. Von einer Segmentierung könne daher keine Rede sein. Gerade in den App-Stores stellen die entsprechenden Apps “einen Hauptseller” dar.

Die Opposition im Deutschen Bundestag sieht die derzeitige Regelung zur Nutzung von Gesundheits-Apps hingegen kritisch. Für Linken-Politiker Harald Weinberg ist die geltenden Rechtslage zum Datenschutz nichts anderes als “eine Generalerlaubnis für Big-Data-Unternehmen, alles erheben und verarbeiten zu dürfen”.

Allerdings sieht die Bundesregierung laut einer kleinen Anfrage der Linksfraktion derzeit keinen Handlungsbedarf. Zwar sei sie sich des “erheblichen strukturellen Ungleichgewichts zwischen Versicherten und Versicherungsunternehmen bewusst”. Eine Reduktion der Beiträge für die Nutzung der Apps sei allerdings nicht grundsätzlich unzulässig. (siehe POLITICS).

Dennoch gilt: Daten haben ihren Preis, denn entweder kosten sie Geld oder Ansehen. Der digitale Versicherer sollte sich die Datentransparenz auf die Fahnen schreiben und so den Kunden zum nachhaltigen Geschäftserfolg bewegen.

Bild: Christoph Schmallenbach (Bildquelle: vw)

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