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Sonntag
04.12.2016
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Droht der gläserne Patient?

21.09.2016 – Patient_picsfive_fotoliaDie Deutschen bewegen sich laut DKV-Gesundheitsreport 2015 zu wenig! Viele Menschen haben das Problem erkannt und steuern mit mehr Sport gegen. Helfen sollen beim optimalen Training Gesundheits-Apps oder Fitnessarmbänder, die Gesundheitsdaten aufzeichnen. Dank Smartphone und Tablet werden Gesundheits-Apps unter dem Namen “Mobile Health” im Alltag immer präsenter.

Längst haben auch die Versicherer die Zeichen der Zeit erkannt: Die Generali bietet mit ihrem Programm Vitality sportlich aktiven Mitgliedern die Möglichkeit, sich für ein gesundes Leben mit Boni bei Versicherungen und Partnern selbst zu belohnen.

Dafür werden die Gesundheitsdaten per Fitnessarmband aufgezeichnet, es gibt aber auch einen analogen Weg, heißt es in der aktuellen Ausgabe des Beratermagazins Value. “Mobile Health” bietet Chancen und Risiken. Die Potenziale und Gefahren werden heute auf der Veranstaltung “mHealth – Potentiale für die GKV” in Berlin thematisiert.

Viele Kritiker befürchten durch “Mobile Health” einen gläsernen Kunden sowie die Angst vor Datendiebstahl. Urs-Vito Albrecht ist Autor der Studie Charismha, die sich detailliert mit den Chancen und Risiken von Gesundheits-Apps beschäftigt und einer der Hauptredner auf der heutigen “mHealth – Potentiale für die GKV”.

Sein Fazit: “mHealth bietet der GKV die Chance, eine versichertenzentrierte Versorgung zu unterstützen. Das beinhaltet allerdings mehr als das derzeitig überwiegende Angebot von Service-Apps oder von Vitaltracking-Anwendungen”, entgegnet der Experte gegenüber VWheute (siehe DOSSIER).

Die Bundesbürger selbst sind jedenfalls offen für telemedizinische Angebote. Laut einer Umfrage des Digitalverbandes Bitkom würde jeder Fünfte (20 Prozent) im Krankheitsfall seinen eigenen Gesundheitszustand telemedizinisch überwachen lassen. Weitere 39 Prozent würden diese Möglichkeit zumindest in Anspruch nehmen. (mv)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Coface sieht MOE-Länder im Aufschwung
Der Kreditversicherer Coface sieht das wirtschaftliche Umfeld für die mittel- und osteuropäischen Staaten weiterhin positiv. So stieg das durchschnittliche BIP laut Versicherer von 2,6 Prozent im Jahr 2014 auf 3,3 Prozent. Zudem habe der Privatkonsum durch sinkende Arbeitslosigkeit und höhere Gehälter angezogen. Zudem werden die Investitionen durch EU-Fördermittel gestützt, konstatiert Coface in seiner Studie “Coface CEE Top 500″.

Lebensversicherer vergeben 33 Prozent mehr Baudarlehen
Die im Finanzierungsgeschäft tätigen Lebensversicherer zahlten 2015 ein Drittel mehr Baudarlehen aus als im Vorjahr. Ursächlich ist ein Anstieg der Nachfrage nach Immobilien. Die Zahl der Baugenehmigungen ist laut des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf dem höchsten Stand seit 15 Jahren.

“Wie versichere ich Dinge, die ich mir selbst ausdrucke?”
Moderation durch Azubis, Bildungspreise per App abgestimmt. Konservative Herren müssen ihre Krawatten auf dem Bildungskongress der Deutschen Versicherungswirtschaft 2016 (BIKO) ablegen. Digitalisierung soll gelebt werden – mittendrin das Branchenblatt Versicherungswirtschaft. Warum die Deutschen bei der Digitalisierung hinterherhinken? “Weil wir nichts bauen, was nach neun Monaten obsolet ist, da blutet den deutschen Ingenieuren das Herz. Deshalb entstehen Handys im Ausland.”

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