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DKM wird immer besser

30.10.2015 – BaltzerVon Value-Chefredakteur Christoph Baltzer.

Nach Angaben der BBG ist die Zahl der Aussteller auf der DKM gestiegen. Doch die Entspannungszonen waren auf Deutschlands größter Vermittlermesse diesmal viel größer als früher, waren fast alle Besucher überzeugt. Dafür tummelte sich viel Branchenprominenz auf der Messe.

Weniger Masse mehr Klasse: Auf der Deckungskonzeptmesse war es in diesem Jahr deutlich leerer als gewohnt. Wo sonst sich Massen mit Trolleys voller Giveaways durch die überfüllten Gänge schoben, war jetzt leicht durchzukommen. Die Messebesucher wissen das durchaus zu schätzen. “Die Qualität steigt von Jahr zu Jahr”, sagte Dieter Knörrer, Geschäftsführer der Betriebsberatungsgesellschaft (BBG). Nachdem in den Vorjahren ein Anbieter Schneeschaufeln verschenkt hatte, die beim Abtransport das Gedrängel noch verstärkten, ist die BBG eingeschritten: Großformatige Werbeformate sind nun verboten. Nur ein Anbieter hielt sich nicht daran.

Viel Branchen-Prominenz ist nach Dortmund gekommen, um neue Geschäftsbeziehungen zu knüpfen und bestehende Geschäftsbeziehungen zu vertiefen. Allianz-Mann Alexander Vollert war in Dortmund, BVK-Präsident Michael Heinz, Gothaer-Vertriebschef Hartmut Nickel-Waninger, Frank Kettnaker, Alte Leipziger/Hallesche, und und und. Timo Holland, Vertriebschef der SDK, erklärte Journalisten, warum er den Vertrieb der SDK so geräuschvoll umbaut.

Tatsächlich sieht es stark nach Abbau aus, da ist die DKM ein getreues Abbild der Branche. Auf 1.000 Einwohner kommen in Deutschland rein statistisch gesehen 6,1 Vermittler, die Zahl ist im europäischen Vergleich extrem hoch. Das wird sich ändern, allein durch die Überalterung der Vermittler. In den nächsten fünf Jahren werden zwanzig Prozent der Makler aufhören, schätzt Knörrer. Braucht man die DKM im digitalen Zeitalter noch? Der direkte Austausch bleibt sehr wichtig, ist der BBG-Geschäftsführer überzeugt. “An zwei Tagen so viele Gesellschaften zu finden, dazu bräuchte man sonst zwei Wochen”, merkte Knörrer an (siehe DOSSIER).

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Überraschende Nachricht aus Frankfurt und zwar aus der Gralsburg der deutschen Sparer- und Stabilitätsseele, der Deutschen Bundesbank. In ihrem diese Woche vorgelegten Monatsbericht befreit sie mit ökonomischen Daten von dem demotivierenden Angstgespenst des Niedrigzinses.

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