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DKM: Viele Fragen und keine Antworten

27.10.2016 – otte_wolfgangVon Wolfgang Otte. Die Ankündigungen von vier Top-Managern der Lebensversicherungsbranche auf der DKM versprach viel Spannung und interessante Aussagen für rund 250 erwartungsvollen Zuhörer. Sollte es doch um so wesentliche Themen gehen wie die Zukunft der Branche, deren neue Produktwelt in einer Zeit der Niedrigzinsen, Garantien ja oder nein, zunehmende Digitalisierung und gedeckelte Vertriebsvergütungen.

Doch die Erwartungen wurden weitgehend nicht erfüllt. Viel Neues konnten oder wollten die Chefs von Gothaer, Allianz Leben, Axa Deutschland und Barmenia nicht berichten. Sie beschränkten sich mehr oder weniger auf Allgemeinplätze. Selbstbewusst sehen sie die Lebensversicherung nach wie vor als das Vorsorgeinstrument Nummer eins für das Alter. Die Branche habe im Zeitalter niedriger Zinsen schnell reagiert und sich mit neuen renditeorientierten Produkten darauf eingestellt. Allerdings, und das wurde in den Aussagen allen vier Gesprächspartner deutlich, die Deutschen sind von der klassischen Lebensversicherung her nach wie vor Garantien gewohnt.

Also müssen diese auch weiterhin in einer neuen LV-Produkt-Landschaft Berücksichtigung finden, wenn auch in anderer Form und ggf. auf die Endphase der Laufzeit beschränkt. Bei Laufzeiten von 25 bis 30 Jahren dürfte das ein sinnvoller Ansatz sein. Gothaer-Chef Karsten Eichmann sprach gar von einer Art Schieberegler, mit dem die Höhe der Garantien festgelegt werden könnte. Auch das Thema Digitalisierung brachte keine neuen Erkenntnisse. Höchstens die, dass in allen Häusern mit Vehemenz und hohem finanziellen Einsatz daran gearbeitet wird, die alte Dame Lebensversicherung fit zu machen für die sich veränderten Kundenansprüche (siehe DOSSIER).

Ach ja, da war noch das heiße Thema Kosteneffizienz und Vertriebsvergütungen. Keiner der Vorstandschefs ließ es sich entlocken, ob Kosteneinsparungen eventuell auch die Provisionen nach der zuvor staatlich verordneten Deckelung weiter drücken könnten. Da waren sich die Branchenvertreter einig, sich nicht aus dem Fenster zu lehnen und nur von der allgemeinen Dringlichkeit zu sprechen, weiter Kosten zu sparen – wo auch immer. (wo)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Dialog: Generali Vitality auch im Maklermarkt
Als erster Maklerversicherer in Europa führt die Dialog Lebensversicherung AG ab Mitte Dezember das Generali Vitality-Programm in Verbindung mit einer Risikolebensversicherung im Markt ein. Im zweiten Quartal 2017 kann das Angebot auch mit einer Berufsunfähigkeitspolice kombiniert werden, berichtete Michael Stille, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens am Rande der DKM in Dortmund.

Inga Beale kämpft um die Kundschaft vom Kontinent
In einer von Entschlossenheit geprägten Rede bekräftigte Inga Beale den Willen von Lloyd’s, weiter Zugang zum kontinentaleuropäischen Markt zu behalten. “Wir können hier nicht untätig sein”, sagte die Lloyd’s-Chefin auf dem Rückversicherungstreffen in Baden-Baden. “Wir wollen weiter Zugang zu den EU-Märkten”, betonte sie am Dienstag Abend auf dem Lloyd’s Empfang.

Übergangsmaßnahmen sind kein Ruhekissen
Zur Sicherung ihrer Solvenz über dem neuen Eigenkapitalregime Solvency II haben 53 von 84 Lebensversicherer von den Übergangsmaßnahmen Gebrauch gemacht. “Damit hat für die Unternehmen und die Bafin die Arbeit erst begonnen”, sagte der oberste deutsche Versicherungsaufseher Frank Grund auf der Konferenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).

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