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Disruption der Versicherungswirtschaft – live

04.02.2016 – Manager_S. Hofschlaeger_pixelioVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Harte Schnitte treffen auf überzeugte Ansagen zum Change Management: Die Feststellung von AGV-Geschäftsführer Michael Niebler, dass er die Mitarbeiterzahl branchenweit nahezu konstant sieht, trifft auf die Ankündigung von Generali-Chef Giovanni Liverani, den Kurs zu beschleunigen, nur scheinbar ein Widerspruch.

Michael Niebler widerspricht einer McKinsey-Studie, die jeden vierten Arbeitsplatz in der Branche ernsthaft gefährdet sieht. “Unsere Zahlen sprechen für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eine andere Sprache”, stellt er fest. Indes mahnt er Change Management an: “Die klassische Führung ist in vielen Bereichen auf dem Rückzug, die Vernetzung auf dem Vormarsch.” Hierzu brauche es weiter Spezialisten, Fachkräfte und Akademiker. (siehe KÖPFE)

Keineswegs einen Schock stellt die Ansage von Generali-Chef Giovanni Liverani dar, bis 2018 rund 1.000 Stellen zu streichen (siehe UNTERNEHMEN). Lediglich das Ausmaß ist größer als erwartet: “Smarte Produkte, Services und Prozesse.” Unlängst hatte er gegenüber VWheute angedeutet, wie er in die Offensive gehen will und welche Ansagen das Management dazu macht. Ihm geht es tatsächlich auch um das Back-Office.

Was beide Nachrichten also eint: Sie zeigen eine zentrale Facette der Disruption der Versicherungswirtschaft – live. Diesen Hebel nutzen Fintechs und Internetgiganten mit noch viel weniger Manpower. (ku)

Bildquelle: S. Hofschlaeger / pixelio.de

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Nettopolicen weiter in den Fokus
Die Prisma Life meldet nach erheblichen Verlusten stabiles Neugeschäftsvolumen. Nach teuren Aufräumarbeiten will Vorstandschef Holger Beitz jetzt den Fokus auf neue Produkte legen. Für dieses Jahr kündigt er im Exklusivinterview mit VWheute die Ausweitung des Bereichs der Nettopolicen an. Ziel sei es, “das Thema Transparenz weiter vorantreiben; sowohl bezogen auf das Unternehmen als auch auf Produkte und Vergütung.”

Schweizer Versicherer sind mit Geschäftsjahr zufrieden
Die Schweizer Versicherer sind mit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 sind zufrieden. “Das Geschäftsjahr 2015 verlief trotz schwieriger Rahmenbedingungen erfolgreich”, sagte Urs Berger, Präsident des Schweizerischen Versicherungsverbands. Mit soliden Finanzergebnissen, leichtem Prämienwachstum und Fortschritten in der Kosteneffizienz habe die Branche ihre Solidität und Leistungsfähigkeit bewiesen.

Internationale Versicherer werden gläsern
Die großen Versicherungskonzerne sind sämtlich von den EU-Plänen zur gemeinsamen und einheitlichen Steuerberechnungsbasis betroffen, ebenso international agierende Makler und Berater. Darauf weist Fachanwalt Björn Demuth in seinem Beitrag für VWheute hin. Dabei geht er auch auf die Vorhaben gegen Gewinnverlagerung ein, die noch im ersten Halbjahr umgesetzt werden sollen.

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