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Digitalisierung ist kein Jobkiller

02.12.2015 – Algorithman_FotoliaVermitteln “Ja”, Beraten “Nein” – Roboter sind nicht das Allheilmittel im Vertrieb. Vorerst bleibt die menschliche Komponente der Vermittlung tatsächlich menschlich. Die Algorithmen, die jetzt schon im Netz verkaufstechnisch aktiv sind, geraten indes in den Fokus politischer Diskussionen.

Die Grünen im Bundestag wollen so den Algorithmen auf die Schliche kommen, die bei Vergleichsportalen für die Preisgestaltung sorgen. Sie stellen die Frage, ob sich das Kartellamt dynamische Preise, die sich nach Surfverhalten, Standort und weiteren Parametern richten, genauer ansehen sollte (siehe VERTRIEB). Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments, ging jüngst noch weiter: er fordert gleich eine Charta der digitalen Grundrechte.

In der Versicherungswirtschaft ist ebenfalls die Diskussion entbrannt um die Fragmentierung der Kollektive und ein Ende des Versicherungsgedankens angesichts von Echtzeit-Tarifierung und das Connected Life.

Ein Ende der humanoiden Angestellten in der Branche ist dafür nicht in Sicht. Experten sind sich einig, dass Roboter-Berater vor allen Dingen für Routinejobs eingesetzt werden können. Einem Jobverlust von rund 610.000 Stellen stehen nach Berechnungen der Boston Consulting Group (BCG) rund eine Million Jobs gegenüber, die bis 2025 entstehen könnten. Auch Accenture sieht Roboter vor allem im Versicherer-Backoffice.

“Am Ende hilft es dem Kunden”, konstatiert Ernst&Young-Berater Thomas Kagermeier (siehe MÄRKTE). (ku)

Bildquelle: Fotolia

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