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Digitale Mobilität der Zukunft

06.09.2016 – Mobilitaet_81327271_FotoliaHybride Antriebe und autonome Fahrzeuge: die Zukunft des Mobilitätsstandorts Deutschland steht angesichts der technischen Entwicklungen vor immensen Herausforderungen. Mit der Zunahme des Verkehrs auf deutschen Straßen bietet die Digitalisierung durchaus die Chance, die neuen Herausforderungen zu bewältigen, meint Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesverkehrsministerium.

“Digitale Leistungen tragen dazu bei, den Verkehr leistungsfähiger, nachhaltiger, sicherer und komfortabler zu gestalten”, konstatiert die CSU-Politikerin in einem Gastbeitrag für VWheute. Eine Folge: Durch die “intelligente Nutzung vorhandener Verkehrsdaten entstehen zahlreiche neue Geschäftsmodelle und Mobilitätsangebote (siehe POLITICS). Über die digitalen Herausforderungen für den Mobilitätsstandort Deutschland diskutiert die Koordinatorin der Bundesregierung für Güterverkehr und Logistik heute Abend auch auf der Veranstaltung “Mobilitätsstandort Deutschland: Was muss die Digitalisierung leisten?” des Deutschen Verkehrsforums (DVF) in Berlin.

Die Folgen sind für die Kfz-Versicherer immerhin jetzt schon spürbar. Ein Beispiel: Laut einer Studie des Beratungsunternehmens PwC ist bereits jeder zweite Deutsche bereit, Produkte oder Dienstleistungen zu teilen oder zu leihen. Ein Beispiel: Car-Sharing. Rund 150 Anbieter sind derzeit auf dem bundesdeutschen Markt aktiv – mit entsprechenden Folgen für die Kfz-Versicherer. Denn die müssen ihre Produkte und deren Vertrieb angesichts der veränderten Mobilitätsgewohnheiten der Menschen verändern, um auch weiterhin zukunftsfähig zu bleiben, forderte unlängst Martin Gräfer auf VWheute.

In Fragen der Haftung ist und bleibt nach allgemeiner Expertenmeinung jedenfalls alles beim Alten: Ob konventionelles oder automatisiertes Fahrzeug: “Der Fahrer ist für die Fahraufgabe verantwortlich”, betont VDA-Präsident Matthias Wissmann im Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft. Davon unbenommen bleibt auch die Produkt- und Produzentenhaftung der Hersteller (siehe KÖPFE). (td)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Versicherer im Wandel – DIW-Chef Fratzscher weiß Rat
Nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung wird die deutsche Bevölkerung immer älter. Mit einem Durchnittsalter von 44 Jahren rangiert nur noch Japan hinter Deutschland. Mit Spannung schauen Ökonomen und Forscher daher ins Land der aufgehenden Sonne. Mit Blick auf die hiesige Entwicklung ergeben sich eine Vielzahl von Maßnahmen zur Begrenzung gesellschaftlicher Verwerfungen, so DIW-Präsident Marcel Fratzscher.

Mit digitaler Forensik gegen Fake President Fraud
Versicherungsbetrüger kommen zunehmend aus dem Netz. Die digitale Forensik soll Abhilfe schaffen. Auf der Konferenz “Innovative Betrugsabwehr” der Versicherungsforen Leipzig referiert Gordon Rohrmair von der Hochschule Augsburg zu den Möglichkeiten und Grenzen dieser Methode. Im VWheute-Exklusivinterview erklärt er: “Die Analyse von Fahrzeugen, Wearables oder Smart-Home-Geräten wird eine immer wichtigere Rolle in der digitalen Forensik einnehmen.”

Feuer: Geburtsstunde der Versicherer
Vor genau 350 Jahren wurde London durch eine Feuersbrunst weitgehend eingeäschert. Die Katastrophe würde heute 37 Mrd. Britische Pfund kosten. Damals gab es weder Feuerwehr noch Versicherer. Die Policen für Gebäude setzten sich erst in den darauf folgenden Jahren durch. In Erinnerung an das Ereignis wurde ein 120 Meter langes Holzmodell der historischen Altstadt auf der Themse in Brand gesetzt.

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