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Diese Woche: „Wir müssen wirtschaftlich stark sein“

17.08.2015 – ZDF-"Sommerinterview" mit Angela MerkelDas ZDF-Sommerinterview mit Bundeskanzlerein Angela Merkel zeigte, dass die kommende Woche etliche Wahrheiten aufzwingen wird. Die Abstimmung am Mittwoch über den 100 Milliarden-Kreditschub an Griechenland wird durchgehen, aber die politische Machtstabilität in Berlin erschüttern. Und das ist nur eine der Schlingen, deren Verknotung die Kanzlerin nicht in Abrede stellte oder diplomatisch verklausulierte.

In der hoch virulenten Situation der immer höher gehenden Migrantenwelle müsse man sorgsam  die “Worte wählen, die Dinge aber auch beim Namen nennen”, befand Merkel in dem konsistent geführten Interview der Leiterin des ZDF-Hauptstadtstudios Bettina Schausten. Der Rechtsrahmen von Dublin sei durchlöchert.

Wenn auch diplomatisch verklausuliert, rechnet die Kanzlerin nicht mehr damit, dass der IWF noch dem Sanierungsprogramm für Griechenland beitritt, die Frage ist verschoben (POLITICS). Der Finanzstabilität unter gleichzeitiger wirtschaftlicher Konjunkturbedrohung aus Asien wird das nicht gut tun. Die Börse dieser Woche lebt in den Analyseeinschätzungen mehr von der bloßen Hoffnung auf Besserung. So bekommt der fast nebenhin gesagte Satz der Kanzlerin eine gewisse Wucht. “Wir müssen wirtschaftlich stark sein”, sonst schaffe man es nicht. Was bedeutet: Die Zeit des großkoalitionären Verteilens scheint vorbei. (hkm)

Bild: Bundeskanzlerin Angela Merkel im ZDF-Sommerinterview (Quelle:dpa)

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