Versicherungswirtschaft-heute

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Diese Woche: Wer ist King?

01.06.2015 – mertes_brille_08_2014_150Von Heinz Klaus Mertes. Wer uns eigentlich regiert, ist in diesen Tagen eine viel gestellte Frage im weiten Erdenrund zwischen Fifa-Imperium und dem G7-Gipfel, auf den diese Woche alles hinsteuert. Und dann gibt es noch die schier unaufhaltsam beschleunigenden Trends der digitalisierten Welt, die Gesellschaften und Märkte täglich in Bewegung halten. Die Versicherer müssen sich darin zurechtfinden – auch täglich. Helfen sollen ihnen dabei die Beraternetze, ohne deren Expertise in den komplexen Zusammenhängen über die unternehmerischen Kernkompetenzen hinaus es offenbar nicht mehr geht.

cover_vw0615“Helfer oder Herrscher?” ist Headline einer Beitragsstrecke , die in der neuen Ausgabe der Versicherungswirtschaft der wachsenden Durchdringung der Top-Etagen mit externer Beraterkompetenz nachgeht. Hans-Werner Wurzel, Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater (BDU) e.V., zieht das bündige Fazit, am Ende bestimme der (zahlende) Klient. Also die Verantwortlichen an der Unternehmensspitze. Sind sie wirklich die Kings der Prozesse?  Zumindest jedenfalls haften sie für den Erfolg des eingeschlagenen Kurses (siehe DOSSIER und KÖPFE); nicht die externen Egg Heads.

Die Haftung für Schäden, die im prekären Umfeld des Weltgipfels in der oberbayerischen Bilderbuchlandschaft auf Wegen, Wiesen und bei deren Anrainern entstehen, ist in die Haftung durch die öffentliche Hand und den Zweihundert-Millionen-Gipfeletat eingebaut. Gleichwohl haben sich auch die gebietsansässigen Versicherer wie die Versicherungskammer Bayern ihre Gedanken gemacht, was so alles an Schadenmanagement auf sie zukommen  könnte. Darüber aber mögen sie ungern reden, wie die VKB nach längerem Zögern verlauten ließ.

schlosselmau_pixelioOb die großen Sieben in Elmau wirklich so mächtig sind, wie die Gipfelwellen rund um den Medienglobus am kommenden Wochenende glauben machen, bezweifelt nicht nur der neue Spiegel in seiner Gipfel-Sicht. Die Überschrift: “Merkels Magerwiese” (siehe SCHLAGZEILEN).

Immerhin scheint das Weltereignis mit voraussichtlich stürmisch-demonstrativen Begleiterscheinungen stark genug, die Fußball–UN namens Fifa aus den Schlagzeilen zu bringen. Dringend erwünschte Zeit für die Konzernsponsoren, über das Compliance-Regime ihres Gönnertums in der Weltmacht Fußball die Zügel anzuziehen (siehe UNTERNEHMEN). An Machtproben, wenn es um die Richtung geht, kommt man wohl nicht vorbei. Die kommende Woche wird dazu Anschauliches präsentieren.

Bild: Schloss Elmau (Quelle: Matthias Lohse / pixelio.de)

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