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Diese Woche: Wegweisendes vor der Sommerpause

04.07.2016 – Geldbeutel by_Paul-Georg Meister_pixelio.deDer Wind über Europa trägt dieser Tage wieder einen Hauch von Geschichte mit sich: Während sich die deutsche Fußballnationalmannschaft in Frankreich auf dem Weg zum Titel ihres Italien-Fluches entledigt hat, geht es in Brüssel und London um nichts weniger als die Zukunft der Europäischen Union und des Vereinigten Königreiches selbst. Das politische Berlin beschäftigt sich diese Woche mit der Finanzplanung der nächsten Jahre und der Zukunft der Rente.

In Parlament und Länderkammer stehen in den nächsten Tagen einige relevante Entscheidungen auf der Tagesordnung, bevor sich die Abgeordneten in die mehr oder minder verdiente Sommerpause verabschieden. Im Fokus stehen dabei die Reform des Erbschaftssteuerrechts und die Verabschiedung des Investmentsteuerreformgesetzes. Der Bundesrat beschäftigt sich zudem am Freitag mit dem Gesetz zur Stärkung der beruflichen Weiterbildung und des Versicherungsschutzes in der Arbeitslosenversicherung (siehe POLITICS).

Währenddessen wird das Bundeskabinett in dieser Woche die Eckpunkte für den Bundeshaushalt 2017 sowie die weitere Finanzplanung bis 2020 festzurren. Erklärtes Ziel von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU): Mehr Ausgaben für Soziales und Flüchtlinge. Gleichzeitig soll weiterhin die schwarze Null stehen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ).

Wie am Freitag aus Regierungskreisen bekannt wurde, sollen die Gesamtausgaben im kommenden Jahr bei 328,7 Mrd. Euro liegen. Dies entspricht einem Anstieg von 11,8 Mrd. Euro oder 3,7 Prozent im Vergleich zu 2016. Dabei soll allein der Etat von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im Vergleich zu diesem Jahr um fast neun Mrd. Euro oder 6,7 Prozent auf insgesamt 138,6 Mrd. Euro steigen. Ein Großteil soll dabei zur Finanzierung der Mehrausgaben für Hartz-IV-Leistungen und die dort angesiedelten Ausgaben zur Integration von Flüchtlingen genutzt werden.

Ob die staatlich geförderte Altersversorgung (Riester- und Rürup-Rente sowie betriebliche Altersversorgung) mehr finanzielle Anreize bekommen soll, ist allerdings noch offen. Wegweisende Entscheidungen verspricht sich Nahles am Freitag vom ersten der drei geplanten Rentengipfel, zu dem neben Arbeitgebern und Gewerkschaften auch Sozial- und Rentenverbände, Wissenschaftler und Vertreter der Regierungsfraktionen eingeladen sind.

Einen guten Ausgangspunkt einer künftigen Rentenreform sieht die Arbeitsministerin in der aktuellen Rentenerhöhung zum 1. Juli 2016. Demnach erhalten die rund 20 Millionen Rentner die höchsten Anstieg der Altersbezüge seit 23 Jahren. Dabei beträgt die Steigerung 4,25 Prozent im Westen und 5,95 Prozent im Osten. Zudem zeige die Anhebung, dass die Renten stabil seien, betonte Nahles am vergangenen Donnerstag.

Bei den Berufstätigen stößt die Rentenerhöhung laut einer aktuellen Umfrage der Axa Leben auf Zustimmung. Demnach erachten 60 Prozent der Deutschen das kräftige Plus als richtig (siehe MÄRKTE). Aus Sicht des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) sei jedoch ein “Kurswechsel” in der Rentenpolitik nötig.

Eine wichtige Rolle könnte dabei die betriebliche Altersversorgung (bAV) einnehmen. Denn: “Unter den 31 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben hingegen fast zwei Drittel mindestens eine bAV-Anwartschaft. Damit liegt Deutschland deutlich über dem Durchschnitt der EU”, skizziert BDA-Präsident Ingo Kramer im Interview mit der Versicherungswirtschaft (siehe DOSSIER). (td)

Bildquelle: Paul-Georg Meister / pixelio.de

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Blick auf die Börse: Die Skepsis bleibt
Der angekündigte Austritt Großbritanniens (“Brexit”) hat in den vergangenen Tagen erwartungsgemäß für heftige Turbulenzen auf dem Frankfurter Börsenparkett gesorgt. Zwar haben die Aktienmärkte zum Wochenende hin wieder zugelegt. Beobachter warnen jedoch auch weiterhin vor einem möglichen Ausverkauf.

LVM richtet Hagelzentren ein
Die LVM Versicherung richtet nach den jüngsten Unwetterschäden der vergangenen Tage landesweit acht mobile Hagelzentren ein, um die entstandenen Schäden möglichst schnell vor Ort regulieren zu können. Berits am Donnerstag wurden laut LVM entsprechende Zentren in Hopsten und Lengerich eingerichtet. Heute nehmen die Standorte in Coesfeld, Rheine, Warburg und Mönchengladbach ihren Betrieb auf.

Online-Kunden bleiben online
Die Zukunft des Privatkundengeschäfts liegt nach Einschätzung von Tobias Warweg nicht mehr im personalen Vertrieb. “Das Geschäft, was online abschließbar sein wird, wird künftig auch online abgeschlossen werden”, sagte der Vorstand der HDI Vertriebs AG auf dem “Tag der Versicherungswirtschaft” der Industrie- und Handelskammer Köln und des VGA Bundesverbandes der Assekuranzführungskräfte.

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