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Diese Woche: Von wegen weniger Bürokratie

22.06.2015 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Den Griechen will man gerne weniger Bürokratie verordnen. Beamtenapparate sollen zurückgefahren, Renten und Löhne gekürzt werden. So könnte das mit einem schlanken Hellas noch klappen. Heute soll es – erneut – beim Gipfel der Finanzminister um alles gehen. Ob Wolfgang Schäuble hart bleibt? An anderer Stelle droht bürokratisches Ungemach, glaubt man diversen Experten. Es geht um die Betriebsrente.

Der Grexit steht im Raum und verliert doch langsam seinen Schrecken. So hat der Ökonom Hanno Beck gestern erklärt, man könne die Griechen getrost aus der EU werfen und bei besserem Benehmen wieder zurückholen. Alle würden das verkraften (siehe MÄRKTE).

Ein Szenario der Munich Re indes geht mit einem Auseinanderfallen der Eurozone indes nicht so hemdsärmelig um. Vorstand Torsten Jeworrek hatte die aktuelle Lage antizipiert und eine Notfallplanung im Gepäck (siehe DOSSIER).

Wie hart der Alltag von Kreditversicherern ist, lässt sich anhand des Statements ablesen, das aus dem Hause Coface angesichts der Griechenland-Krise bei VWheute eingegangen ist. “Business as Usual” sieht Unternehmenssprecher Erich Hieronimus (siehe POLITICS) aktuell, während andernorts Unternehmen & Märkte mächtig nervös gen Brüssel zucken.

Nur wenn die Regierung Alexis Tsipras sich verschlankt, vor allen Dingen bürokratisch, könne das mit der EU resp. der Regierung Angela Merkel noch etwas werden, lautet der Verhandlungsansatz für die nächsten spannenden Tage.

Das Bundeskabinett bringt die Woche die Mobilitätsrichtlinie auf den Plan, die einen Berufswechsel für die Betriebsrente regeln soll. Das, so hatte unlängst Henriette Meisser kommeniert, treffe die deutsche betriebliche Altersversorgung ins Mark. Die bAV-Verantwortliche bei der Stuttgarter geht damit d’accord mit den Arbeitgeberverbänden.

Der BDA und mit ihm der AGV fürchten, dass die betriebliche Altersvorsorge als Personalbindungsinstrument entwertet werde. Grund: “Zusätzliche Bürokratie.”

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