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Diese Woche: Von Bomhard und Bäte schlagen Alarm

18.01.2016 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Die Münchner Versicherungsriesen grollen: Einen “einmaligen Kumul an Unsicherheit” stellt Munich Re-Chef Nikolaus von Bomhard auf seinem Weg zum Weltwirtschaftsforum nach Davos fest. Allianz-CEO Oliver Bäte geiselt die “finanzielle Repression” der EZB und rechnet mit einem weiteren Jahrzehnt niedriger Zinsen.

Im Interview mit dem Spiegel kritisiert er, dass die Maßnahmen der EZB ihr Ziel verfehlen: “Dass die Banken ihre Kreditvergabe ausweiten”, kann Oliver Bäte nicht erkennen. “Dennoch erwarten wir, dass die Zinsen noch acht bis zehn Jahre auf diesem ultraniedrigen Niveau bleiben” – zum Schaden von Versicherern, Kunden und der ganzen Volkswirtschaft, stellt er klar.

Oliver Bäte will zu Beginn der Woche die Rolle seines Konzerns im Digital Life Design erörtern. Auf einer Konferenz des Mediengiganten Burda wird er wohl auch seine Forderungen nach politischer Waffengleichheit mit den Insuretechs und Internetriesen anbringen. (siehe KÖPFE)

Nikolaus von Bomhard spricht in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung Tacheles: “Ich halte die Situation heute tatsächlich für gefährlicher, für viel unberechenbarer, für weit weniger beherrschbar”, entgegnet er der Frage zum Vergleich mit der Finanzkrise im Nachgang des Lehmann Kollapses. Seine Welt gerät aus den Fugen, denn: “Risiko wird nicht mehr angemessen bepreist.” (siehe SCHLAGZEILEN)

Gerade auch Versicherer treibt dies in Anlagen wie Infrastrukturen – die Diversifikation bringt mitunter juristische Grabenkämpfe, wie die Allianz aktuell feststellt. (siehe SCHLAGZEILEN)

Ob der aktuelle asiatische Schnupfen an den Börsen sich weiter ausweitet, ist ein zentraler Aspekt zur Einordnung der kumulierten Unsicherheit. (siehe DOSSIER)

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