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Diese Woche: Versicherer sind Weltverbesserer aus Geschäftsinteresse

30.11.2015 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz. Wenn Peter Höppe, Leiter der Georisikoforschung bei Munich Re, gestern im Vorfeld der Klimakonferenz von Paris die Hoffnungen auf ein Zwei-Grad-Abkommen dämpft, bedeutet das nicht, dass das Thema für die Versicherer erledigt ist. Im Gegenteil: Das Risikomanagement der Zukunft läuft auf vollen Touren. Versicherer sind Weltverbesserer aus Geschäftsinteresse.

Der Allianz beispielsweise geht es um Digital und Green Leadership, wie CEO Oliver Bäte jüngst erklärte. Nachhaltige Investments sollen nicht nur für den grünen Daumen sorgen, sondern darüber hinaus knallharten Renditeanforderungen genügen. Jenseits der schlagzeilenträchtigen Leuchtturmprojekte bekommt die Wohngebäudeversicherung bereits die Punches zu spüren. Extremwetterereignisse nehmen auch in gemäßigten Breiten mit hoher Versicherungsdichte zu. Das 13. Jahr in Folge fährt die Sparte Verlust ein (siehe DOSSIER).

Nicht zuletzt deshalb ist die Modellierung derartiger Risiken von höchstem Interesse. Die Hannover Rück gibt hier einen kleinen Einblick, welch Aufwand betrieben werden muss. Noch gibt sich Jörg Steffensen, General Manager Group Risk Management Modelling überzeugt: “Das Risiko ist kontrollierbar.” (siehe UNTERNEHMEN)

Der Klimawandel ist wie ein Asteroideneinschlag in Super-Zeitlupe, sagt Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber und warnt angesichts einer Weltbevölkerung von elf Milliarden Ende des Jahrhunderts vor massiven Fluchtbewegungen Richtung Europa.

“Dennoch ist in Paris kaum mit einem Abkommen zu rechnen, das die globale Erwärmung auf zwei Grad begrenzt”, glaubt Peter Höppe. “Die Fortschritte sind immer noch viel zu langsam, die Emissionen von Treibhausgasen steigen nach wie vor an.”

Sein Chef, Nikolaus von Bomhard, zeigt, dass bei pragmatischen Versicherern Ansätze vorhanden sind – mit der Klimafolgenversicherung beispielsweise: “Die immense Zahl von 400 Mio. zusätzlich zu versichernden Menschen zeigt die Größe der Herausforderung, aber auch die Größe des Potenzials, wenn es gelingt für die Menschen ein nachhaltiges Versicherungsmodell zu entwickeln.”
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