Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 


- Anzeige -

Diese Woche: Transport mit Schlagseite

17.05.2016 – Containerschiff_Bernd Sterzl_pixelioMit den Pfingsttagen erlebte auch die alljährliche Festagsreisewelle einen dauerhaft wiederkehrenden Höhepunkt. Auch wenn es sich auf Deutschlands Straßen zu Beginn der Woche wieder kurzzeitig entspannt: Das Transportwesen wird die Versicherer anlässlich der Internationalen Verkehrsministerkonferenz des International Transport Forums weiter beschäftigen.

50 Jahre ist es her, als der erste Seefracht-Container einen deutschen Hafen erreichte. Was zu damaligen Zeiten in der medialen Wahrnehmung allenfalls eine Randnotiz wert war, hat das internationale Transportwesen seitdem praktisch revolutioniert. Die Folge: die deutschen Seehäfen Hamburg und Bremen verzeichneten in den vergangenen Jahrzehnten teils zweistellige Wachstumsraten.

Und der Boom im internationalen Transportwesen hält weiter an. So prognostiziert das International Transport Forum ITF – eine Expertengruppe im Rahmen der OECD – bis Mitte des Jahrhunderts ein Wachstum des weltweiten Transportvolumens von fast 400 Prozent. Die zunehmende Risiken im globalen Transport und sinkende Prämien setzen hingegen der der ältesten Versicherungssparte – der Transportversicherung – spürbar zu.

Abgedeckt werden dabei nicht nur Kollisionen, Stranden, Auflaufen auf Objekte unter der Wasseroberfläche, schweres Wetter und sonstige Naturphänomene. Aber auch der zunehmende Luftverkehr und die daraus resultierenden Großschäden machen den Versicherern derzeit zu schaffen (siehe UNTERNEHMEN).

Ein weiterer Dauerbrenner in dieser Woche ist erneut das Rententhema. So schnüren die Berliner Koalitionsfraktionen derzeit an einem neuen Rentenkonzept, welches Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) im Herbst als ganzes Paket dann präsentieren will (siehe POLITICS).

Dabei drängen derzeit vor allem die ostdeutschen Ministerpräsidenten an einer Angleichung der Rentenbezüge in Ost- und Westdeutschland. Nach einem Konzept des Kölner Ökonomen und Rentenfachmanns Eckart Bomsdorf soll der Rentenwert im Osten schrittweise bis 2021 auf das West-Niveau angeglichen werden, berichtetet die FAZ am Wochenende. Der Kostenpunkt: Vorübergehende Mehrausgaben für die Deutsche Rentenversicherung von bis zu zwei Mrd. Euro pro Jahr.

Zahlreiche Störfeuer sind jedenfalls wieder vorprogrammiert, darunter auch auf der Jahreshauptversammlung des Bundesverbandes der Versicherungskaufleute (BVK) in Berlin am kommenden Freitag. Im Fokus soll zwar offiziell das Thema “Digitalisierung im Vertrieb – Big Data und kein Ende?” stehen. Der frühere Bundesarbeitsminister Walter Riester will die Tagung allerdings als Plattform nutzen, der Pauschalkritik gegen die nach ihm benannte private staatlich geförderte Altersvorsorge zu entgegnen. (td)

Report: Ein Geschäft mit Schlagseite, in VW 05/16. (Einzelbeitrag)

Report: Schönwettersegeln ist ein hartes Geschäft, in VW 05/16. (Einzelbeitrag)

Bildquelle: Bernd Sterzl / pixelio.de

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Blick auf die Börse: Ringen zwischen Bulle und Bär
Die Stimmung auf dem Frankfurter Börsenparkett scheint sich nach allgemeiner Analysteneinschätzung auch in dieser Woche in eher unruhigem Fahrwasser bewegen. So gelang dem Aktienbarometer vor den Pfingsttagen nochmals der Sprung über die 10.000-Punkte-Marke. Allerdings rechnen die Analysten auch in dieser Woche nicht mit einem Kurssprung in die eine oder andere Richtung.

BGV: “Wachstum und Gewinn sind mehr als Luftschlösser”
Ohne einen Sondereffekt würde der Gewinn auf Vorjahresniveau von 5,2 Mio. Euro verharren. Doch dank der Verschmelzung zweier Tochtergesellschaften hat der Regionalversicherer BGV ein Rekordergebnis von 8,2 Mio. Euro erwirtschaftet. Während Kunden sich auf Beitragsrückerstattungen freuen, hadert BGV-Chef Heinz Ohmacht mit Bafin-Auflagen und Niedrigzinsen. Letzteres zwingt die Badener viel in Aktien zu investieren.

Der härteste Preis der Versicherungswirtschaft
Er gilt als einer der härtesten Wettbewerbe für Vertriebssoftware, er ist deshalb einer der begehrtesten und auf eine lange Tradition mit vielen prominenten Preisträgern kann er auch zurückblicken: Der seit nunmehr 17 Jahren vergebene “Eisenhut-Award”. Im Exklusiv-Interview mit VWheuteTV erklärt der Jury-Vorsitzende Wolfgang Drols die Intention der Auszeichnung und die Qualität der eingereichten Arbeiten.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten