Versicherungswirtschaft-heute
Donnerstag
08.12.2016
          Mobilversion

 


- Anzeige -

Diese Woche: Transatlantische Richtungsentscheidung

07.11.2016 – wegweiser_pixelio“Bye Bye Oval Office” heißt es in den kommenden Wochen für den scheidenden US-Präsidenten Barack Obama. Einst als einer der jüngsten Kandidaten ins Weiße Haus eingezogen elektrisierte er mit seinem “Yes We Can!” die Massen. Von dieser Euphorie ist angesichts der aktuellen Wahlkampftragödie nichts mehr zu spüren. Den USA steht eine richtungsweisende Entscheidung bevor – mit entsprechenden Auswirkungen rund um den Globus.

Ob E-Mailaffäre der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton oder die wiederkehrenden Verbalattacken des republikanischen Herausforderers Donald Trump – die Schlammschlacht beider Kandidaten spaltet die “Vereinigten” Staaten mehr als je zuvor. Aktuelle Umfragen sehen Clinton derzeit zwar leicht vorne. Allerdings gilt die Demokratin vielen US-Amerikanern als Vertreterin des Establishments und der Stagnation. Wer am 20. Januar 2017 aber tatsächlich ins Weiße Haus einziehen werden, wird sich aller Voraussicht nach in den sogenannten “Swing States” entschieden.

Dabei geht es bei den Wahlen mehr als nur um die Frage, wer künftig die Geschicke der größten Wirtschaftsmacht auf dem Globus bestimmen wird. Vielmehr geht es auch um eine richtungsweisende Entscheidung zwischen zwei Persönlichkeiten, deren Positionen und Programme unterschiedlicher kaum sein könnten: Offenheit gegen Abschottung, soziale Reformen gegen soziale Eigenverantwortung, strikte Regulierung gegen lockere Finanzmarktkräfte. Mit welchen Folgen die Versicherer rechnen müssen, konstatiert das Business- und Managementmagazin Versicherungswirtschaft in seiner aktuellen Ausgabe.

Auf dem Frankfurter Börsenparkett liegen die Sympathien jedenfalls eindeutig bei Hillary Clinton. Bei einem Sieg ihres republikanischen Widersachers fürchten die Anleger hingegen bereits eine ähnlich negative Überraschung wie beim Brexit-Votum im Mai diesen Jahres (siehe MÄRKTE).

Wegweisend könnte die US-Wahl auch für die heute beginnende Klimakonferenz in marokkanischen Marrakesch sein. Rückenwind erhielt die Veranstaltung jüngst durch das Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens, welches im Dezember 2015 unterzeichnet wurde. Ob sich daraus letztlich eine kräftige Brise oder lediglich ein laues Lüftchen entwickelt, wird auch an den Wahlurnen in den USA entschieden: Denn Clinton könnte das Thema als neue US-Präsidentin noch weiter beflügeln, Trump dagegen wohl eher abwürgen.

Während die US-Wahlen in den kommenden Tagen also die Schlagzeilen in einem medial rundum vernetzten Globus bestimmen werden, beschäftigen sich die Versicherer derweil zum Wochenbeginn mit den Herausforderungen der digitalen Vernetzung am Beispiel Smart Home. Während diese Systeme in den USA bereits zum Alltag gehören, steckt die Technologie in Deutschland hingegen noch in den Kinderschuhen.

Dabei können Versicherer und Smart-Home-Anbieter bei diesem Zukunftsthema “von Insurtechs lernen oder mit diesen kooperieren”, glaubt Patrick Prüss, Produktmanager Komposit Privatkunden bei der Gothaer, im Exklusivinterview mit VWheute (siehe DOSSIER).

Eine spannende Woche also mit nachhaltigen Entscheidungen. Wie nachhaltig, wird sich auch in der karnevalistischen Session zeigen, die am kommenden Freitag, dem 11.11. um 11.11 Uhr in den rheinischen Hochburgen Mainz, Köln und Düsseldorf mit närrischem Reigen ihren Einstand feiern wird. (td)

Bildquelle: Marco Barnebeck (Telemarco) / pixelio.de

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Die politische Woche: Berlin im Schatten der US-Wahl
Politisch spielt die Musik dieser Tage jenseits des Atlantiks, wo in den USA neben einem neuen Präsidenten auch das gesamte Repräsentantenhaus und ein Drittel des Senats gewählt werden. Ungeachtet dessen läuft der politische Betrieb in Berlin weiter auf Hochtouren. So kommen die Parlamentarier zu einer neuen Sitzungswoche zusammen. Der GDV zieht indes eine Bilanz der Rentenreform, der PKV beschäftigt sich mit der Pflege.

Budapest “trifft die gesamte Branche hart”
Negativschlagzeilen wirken sich bekanntermaßen nicht unwesentlich auf das Image und die Wahrnehmung eines Unternehmens aus. Entsprechende Beispiele sind die “Budapest-Affäre” oder das jüngste Video der Huk24. “Die Folgen einer Reputationskrise zeigen sich manchmal erst spät und in der Regel im Neugeschäft”, betont Wolfram Gärtner von Aon Risk Solutions im Exklusivinterview mit VWheute.

Restkreditversicherung: Modernisierung angeschoben
Der Bankenfachverband in Berlin hat jetzt eine aktuelle Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) über Markt und Entwicklung der Restkreditversicherung vorgelegt. Ergebnis: Die Kundenzufriedenheit mit dieser Absicherung von Finanzierungsinvestitionen privater Haushalte nimmt zu. Der Modernisierungsdruck ebenso. Rund zwei Drittel der Versicherten sind sehr bzw. äußerst zufrieden mit dieser Deckungsform.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

Verlag Versicherungswirtschaft | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten