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Diese Woche: Tradition und Innovation

12.09.2016 – Produktinnovation_FotoliaTradition und Innovation gehören seit jeher zu den typischen Merkmalen des Freistaates Bayern. Dieser Werte-Mix scheint bei vielen Versicherern durchaus sehr beliebt zu sein, erfreut sich der Versicherungsstandort im Süden Deutschlands doch besonderer Beliebtheit. Den richtigen Mix zwischen Altbewährtem und neuen Trends zu finden, steht für die Versicherungsbranche in dieser Woche im besonderen Fokus.

Dass die altbewährte klassische Lebensversicherung angesichts niedriger Zinsen beim Sparer und Versicherer selbst längst an Attraktivität verloren hat, ist bekanntlich längst kein Geheimnis mehr. Vielmehr steht die Branche vor der Herausforderung, in Zeiten zunehmender Digitalisierung das Produkt Lebensversicherung wieder zu einem Zugpferd im eigenen Produktportfolio machen.

Für frischen Wind sorgen derweil die Insurtechs: Einst belächelt, haben diese sich längst zu einer festen Größe in der Finanzwelt entwickelt. Die etablierten Player denken daher längst über potenzielle Kooperationsmöglichkeiten nach. Wie Banken, Versicherer, Start-ups und Investoren von entsprechenden Kooperationen profitieren können, erörtert eine hochkarätig besetzte Konferenz für Finanztechnologie am kommenden Mittwoch in Deutschlands Finanzmetropole Frankfurt am Main.

Für einen Schlagabtausch der anderen Art sorgen die Lebensversicherer hingegen zwischen dem Branchenverband GDV und dem Bund der Versicherten. Anlass ist ein Urteil des OLG Köln von vergangener Woche: “Abschlusskosten-Abzocke”, lautet der markige Vorwurf von BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein. Der Branchenverband GDV sieht dies naturgemäß anders (siehe POLITICS).

Fit für die Zukunft soll auch die Altersversorgung der Deutschen gemacht werden. Während Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) weiterhin an einem großen Wurf für eine Rentenreform feilt, hat sich die CDU nun ebenfalls mit ihren rentenpolitischen Positionen für die Bundestagswahl 2017 positioniert. Demnach will die Regierungspartei einem Bericht der FAZ zufolge den Rentnern auch nach dem Jahr 2030 ein Mindestniveau zusichern. Gleichzeitig sollen die Anlagevorschriften für die Rentenversicherung gelockert werden und eine Altersvorsorgepflicht für Selbstständige eingeführt sowie eine Reform der Riester-Rente durchgeführt werden.

Das Trends und Traditionen keinen Widerspruch, sondern vielmehr eine durchaus zukunftsfähige Symbiose bilden können, beweist der Freistaat Bayern. “Lederhosen und Laptop” lautet ein geflügeltes Sprichwort, welches einst vom ehemaligen Bundespräsidenten Roman Herzog beinahe liebevoll eben jene schlagkräftige Einheit und Altbewährtem und Zukunftsorientierung beschreibt (siehe DOSSIER).

Ab kommenden Samstag steht die bayerische Landeshauptstadt jedenfalls wieder im Blick der Weltöffentlichtkeit, wenn es anlässlich der Wiesn-Eröffnung um punkt 12 Uhr wieder heißt: “O’zapft is!”. (td)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Die politische Woche: Flexi-Rente kommt auf den Weg
Arbeits- und Sozialministerin Andrea Nahles (SPD) arbeitet weiter die im Koalitionsvertrag vereinbarten Rentenreformen ab. Am Mittwoch wird das Bundeskabinett die von ihrem Ministerium erstellten Formulierungshilfen zur Flexi-Rente für die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD beschließen. Daneben hat der GDV ebenfalls am Mittwoch zur Naturgefahrenkonferenz eingeladen.

Blick auf die Börse: Banger Fokus auf die USA
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Zinsentscheidung bereits am vergangenen Donnerstag getroffen. Während die Mario Draghi weiterhin an seiner Nullzinspolitik festhält, richtet sich der Blick der Analysten nun auf die US-Notenbank Fed. Diese verkündet ihre Leitzinsentscheidung zwar erst in der übernächsten Woche, doch wirft die Sitzung bereits jetzt ihre Schatten voraus. Ebenfalls im Fokus steht der Hexensabbat am Freitag.

Deutsche Kleinunternehmer sind besonders optimistisch
Die kleinen und mittelständischen Unternehmen blicken derzeit besonders positiv in die Zukunft. Demnach erwarten 65 Prozent der deutschen Kleinunternehmer erwarten in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage (2015: 61 Prozent; 2014: 60 Prozent; 2013: 57 Prozent). Dies geht aus dem Hiscox DNA of an Entrepreneur Report 2016 hervor, der heute vorgestellt wird.

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