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Diese Woche: Summerjam und Samba

01.08.2016 – Urlaub, Strand by_Juergen Jotzo_pixelio.deSommerzeit ist bekanntlich Ferienzeit. Pünktlich zum Beginn des Ferienmonats August macht sich auch in den Vorstandsetagen der Versicherungskonzerne die Urlaubsstimmung breit. Von Stillstand kann dennoch keine Rede sein, ziehen viele Unternehmen dieser Tage doch ihre Halbjahresbilanz, bevor die Sportwelt ab Freitag auf den Olympia-Austragungsort Rio de Janeiro schaut.

Passend zum Ferienbeginn steigt auch in Deutschland dieser Tage das Urlaubsfieber auf neue Höhen, denn über fünf Tage hinweg haben alle 16 Bundesländer gemeinsam Ferien. So warnte der ADAC pünktlich zum Ferienbeginn in Bayern und Baden-Württemberg vom staureichsten Wochenende des Jahres. Allein am Samstag zählte der Automobilclub auf den Straßen Norddeutschlands insgesamt 183 Staus mit einer Gesamtlänge von 437 Kilometern. Ähnlich sah es auch den wichtigsten Verbindungsrouten im Westen und Süden der Republik aus.

Bei den Versicherungsmanagern galten Ferien bzw. Urlaub lange als vermeintliches Tabuthema. Ob Sommer wie Winter – der geneigte Manager war dann “einfach mal weg”. Wohin die Reise ging, galt als eines der bestgehüteten Geheimnisse in den Chefetagen. Diese Einstellung hat sich heute grundlegend geändert – auch dank Kanzlerin Angela Merkel, die offen mit ihrer Vorliebe für die italienische Amalfi-Küste kokettiert.

So stehen in den Chefetagen der Versicherer allein in dieser Saison Urlaub mit der Familie an südeuropäischen Sonnenküsten, verbunden mit unterschiedlichsten durchaus auch exotischen Sportaktivitäten auf der Tagesordnung. Über die Urlaubsgewohnheiten der Versicherungsmanager berichtet die heute erscheinende Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft.

Die neue Offenheit bezieht sich allerdings nicht mehr nur auf die eigenen Urlaubsgewohnheiten. Auch bei der Besetzung der Führungsposten haben die Versicherungskonzerne längst zur Internationalisierungsoffensive geblasen. Als Vorbild dient dabei die Elektronikindustrie im Silicon Valley, die von einer enormen ethnischen Vielfalt geprägt ist (siehe DOSSIER).

Der künftige Axa-Chef Thomas Buberl, Giovanni Liverani oder John Cryan, Chef der Deutschen Bank, und Fußballtrainer Jürgen Klopp gehören dabei zu den bekanntesten Beispielen mit internationalen Karrieren. Für die Unternehmen bedeutet dieser Trend vor allem, “etwaige Identitätsängste zu überwinden und sich kulturell anders eingestellten Entscheidungsträgern zu öffnen”, konstatiert Karriereberaterin Jutta Boenig (siehe KÖPFE).

International und offen wollen sich für gewöhnlich auch die Olympischen Spiele zeigen. Allerdings könnte die Reputation Olympias nicht schlechter sein als dieser Tage: Zu teuer, zu intransparent, ohne moralische Kraft, lautet dabei der zentrale Vorwurf. Doch nicht nur das Internationale Olympische Komitee (IOC) steht dabei am Pranger.

Auch in Brasilien selbst ist die Kritik ungewohnt deutlich. Im Mittelpunkt dabei vor allem die explodierenden Kosten, während das lateinamerikanische Schwellenland selbst in einer tiefen Rezession steckt. Ganz zu schweigen von den sonstigen Problemen im Vorfeld der Spiele – ob Zika-Virus, Terrorrisiken oder die immer wiederkehrende Doping-Problematik. Wie die Versicherer mit diesen besonderen Herausforderungen umgehen, werden die Experten der Zurich – Sponsor und Versicherer der deutschen Olympiamannschaft – am Freitag gegenüber VWheute erläutern.

Allenfalls getrübte Samba-Stimmung also, die sich auch in der Versicherungsbranche bemerkbar macht. So beschert die jüngste Anschlagsserie nämlich den Versicherern mit den Terrorversicherungen ein neues Geschäftsfeld. “Vor allem aus dem Veranstaltungsbereich steigen derzeit die Anfragen”, sagt Björn Reußwig, Terrorversicherungsexperte der Allianz-Tochter AGCS gegenüber der Welt. “Selbst für Firmenfeste oder große Hochzeiten gibt es inzwischen Anfragen für eine Terror-Versicherung”, konstatiert der Experte (td)

Bildquelle: Jürgen Jotzo / pixelio.de

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Blick auf die Börse: Unternehmensdaten im Fokus
Mit Beginn der Sommerferien startet auch der deutsche Leitindex in die beiden traditionell schwächsten Börsenmonate des Jahres. Viele Anleger und Analysten gehen daher davon aus, dass es in den kommenden Tagen nun etwas ruhiger auf dem Frankfurter Börsenparkett werden wird. Während das Thema “Brexit” wohl kaum mehr eine Rolle spielt, rücken in den kommenden Tagen vor allem die Halbjahresbilanzen der Unternehmen in den Mittelpunkt.

Generali sieht neues Geschäftsmodell bestätigt
Bei der Generali-Gruppe gingen im 1. Halbjahr 2016 sowohl die Beitragseinnahmen wie der Gewinn zurück. Regional gesehen zeigten sich recht unterschiedliche Entwicklungen. Im deutsche Geschäft sanken die Beitragseinnahmen sowohl in der Lebens- wie in der Kompositversicherung. In letzterem Segment verbesserte sich hier aber – anders als im Konzern insgesamt – das operative Ergebnis.

Lebensversicherungskunden winkt mehr Geld
Kunden von Lebensversicherern können auf mehr Geld von ihren Lebensversicherern hoffen. Demnach wollen viele Unternehmen damit auf aktuelle Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts reagiere.

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