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Diese Woche: Showdown in der Branche

04.04.2016 – daniel_tobias_1979Von VWheute-Redakteur Tobias Daniel. Mit dem Ende der österlichen Ruhepause steht den Versicherern in dieser Woche ein erster großer Showdown ins Haus. Angesichts aktueller Terrorrisiken, neuer technischer Entwicklungen – insbesondere im Automobilbereich – und permamenenter Debatten um die Zukunft der Altersvorsorge wartet die Branche in den kommenden Tagen mit einem ersten Querschnitt über deren Wohlempfinden auf.

Niedrigzinsen, Zukunft der Altersvorsorge und die Digitalisierung der Branche sind bekanntlich die zentralen Themen, welche die Versicherungswirtschaft in diesen Tagen beschäftigt. Wie es angesichts dieser Herausforderungen um die Branche bestellt ist, wird Alexander Erdland in hochkarätiger Runde zur Wochenmitte in der alljährlichen Jahrespressekonferenz des Gesamtverbandes der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) präsentieren.

Ein zentrales Thema wird dabei vor allem die Zukunft der Altersvorsorge sein. Denn hier herrscht nach Ansicht des Branchenverbandes dringender Reformbedarf. Schützenhilfe erhält der GDV dabei vom Wirtschaftsweisen Peter Bofinger: “Wir haben ein Problem mit unserer gesamten Altersvorsorge”, lautet dessen niederschmetternde Bestandsaufnahme (siehe KÖPFE).

Reformbedarf herrscht hingegen auch in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV), welche bei einer hochkarätig besetzten Veranstaltung in Berlin im Mittelpunkt stehen wird. Dabei geht es vor allem um die Frage nach neuen Anreizen für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU) sowie Fördermöglichkeiten für Geringverdiener. Man darf gespannt sein, ob die beiden Staatssekretäre Yasmin Fahimi (Arbeit und Soziales) und Michael Meister (Finanzen) schlüssige Antworten zur Zukunftsfähigkeit der bAV geben können (siehe POLITICS).

Um die Zukunft der Mobilität dreht sich am Donnerstag alles beim 4. Autotag der Allianz sowie beim Karlsruher Versicherungstag. Denn unbestritten gehört dem “vernetzten Fahrzeug” die Zukunft auf den Straßen. Zwar reagieren die Versicherer darauf bereits mit neuen Telematik-Tarifen. Fraglich bleibt hingegen, wie der Kunde das Thema aufnehmen wird.

Denn diese fahren derzeit wohl eher weniger auf die neuen Tarifangebote der Versicherer ab, glaubt man einer Umfrage der WirtschaftsWoche. Demnach sind Kfz-Versicherungstarife mit Telematik-Technik derzeit in Deutschland allenfalls ein Nischenprodukt. Lediglich 1.600 Autofahrer geben momentan ihrem Versicherer einen Einblick in ihren Fahrstil.

Gleichzeitig steigt die Zahl der Liebhaber von Oldtimer-Raritäten, wie Techno Classica Essen 2016 beweist. Laut einer Umfrage des Allensbach-Instituts konnten sich 2015 rund 27 Prozent der deutschen Autofahrer vorstellen, einen Oldtimer zu besitzen. Zum Vergleich: 2013 waren es noch 17 Prozent.

Die Versicherer selbst schreckt dies anscheinend nicht ab. So will Allianz-Deutschlandchef Manfred Knof am Donnerstag öffentlichkeitswirksam einen neuen Telematik-Tarif für die Kfz-Versicherung vorstellen. Mit ebenso viel Tamtam starten die deutschen Autoversicherer heute auch ihr angekündigtes Notrufsystem. Das Ziel: schnelle Hilfe bei schweren Auffahrunfällen aus dem Zigarettenanzünder.

Wichtigster Stellhebel in der Kundenzufriedenheit ist jedoch immer noch ein gutes Schadenmanagement. So gehört die konsequente Ausrichtung an den Bedürfnissen der Kunden auch 2016 zu den zentralen Herausforderungen für die Versicherer, konstatiert Talanx-Vorstand Christoph Wetzel (siehe DOSSIER) – selbst wenn Risikoprävention und Schadenvermeidung zunehmend zum Wettbewerbsfaktor klassischer Versicherer werden.

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Brüsseler Attentate: Suche nach mehr Sicherheit
Mit der Wiedereröffnung des belgischen Nationalflughafens Zaventem am gestrigen Sonntag hält mit der neuen Woche nach der Osterpause der politische Alltag in der EU-Hauptstadt wieder Einkehr. Die Frage von Konsequenzen nach den Terroranschlägen am Brüsseler Airport und in der Metrostation Maelbeek im EU-Viertel, mit 32 Todesopfern und über 300 Verletzten, beschäftigt das Europäische Parlament (EP) gleich zu Beginn der Woche.

Blick auf die Börse: Der Dax bleibt anfällig
Nach dem turbulenten Jahresstart an den Aktienmärkten rechnen die Analysten in der neuen Börsenwoche mit einem zurückhaltenden Engagement der Anleger aus. Nach allgemeiner Einschätzung könnten die Kurse in dieser Woche also eher nach unten als nach oben gehen.

Einbrüche kosten Versicherer über 500 Mio. Euro
Die hohe Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr hat die deutschen Hausratversicherer mehr 500 Mio. Euro gekostet. Dies berichtet die Welt am Sonntag unter Berufung auf Branchenkreise.

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