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Diese Woche: Medizin der Zukunft

07.09.2015 – daniel_tobias_1979Von VWheute-Redakteur Tobias Daniel. Mit dem Ende der Sommerferien nimmt auch der Berliner Politbetrieb in dieser Woche wieder seine Fahrt auf. Ein zentrales Thema in den kommenden Tagen: Gesundheit und Medizin. Nachdem Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bereits das Versorgungsstärkungsgesetz erfolgreich auf den Weg gebracht hat, steht nun die Reform der Krankenhäuser ganz oben auf der Tagesordnung.

So befasst sich bereits heute Vormittag der Gesundheitsausschuss im Deutschen Bundestag mit dem Gesetzesentwurf zur Krankenhausreform. Im öffentlichen Teil sollen auch die privaten Krankenversicherer zu Wort kommen. Diese unterstützen zwar den Ausbau einer qualitativ hochwertigen Krankenhausversorgung, fordern aber gleichzeitig für sich ein Mitspracherecht, wenn es um das Thema Qualitätsverbesserung geht (siehe POLITICS).

Insgesamt steht die Medizin angesichts der weiter voranschreitenden Digitalisierung vor einem Paradigmenwechsel. Dabei ist das geplante E-Health-Gesetz von Gesundheitsminister Gröhe nur ein erster Schritt. Erste Visionen der digitalen Behandlung entwirft Markus Müschenich, Facharzt für Kinderheilkunde und Vorstand des Bundesverbandes Internetmedizin, heute auf dem IFA+ Summit – Health. Seine These im Exklusiv-Interview mit VWheute: “Die Internetmedizin ist dem, was wir heute als eHealth bezeichnen so weit voraus, wie Google dem Brockhaus” (siehe MÄRKTE).

Die Agenda Gesundheit bildet diese Woche auch einen Schwerpunkt in der Berichterstattung von VWheute. So wird sich die Schweizer E-Health-Expertin Andréa Belliger am Dienstag zu Themen rund um eHealth und Gesundheit 2.0 äußern. Am Mittwoch wird sich Christoph Helmich, Vorstandschef der Continentale, anlässlich des Continentale PKV-Forums gegenüber VWheute zur Digitalisierungsstrategie des Versicherers äußern, bevor sich Thomas Buberl, Deutschland-Chef von Axa, am Donnerstag im Exklusiv-Interview mit dem Thema “Digitalisierung in der Krankenversicherung” beschäftigen wird.

Ganz aktuell entwickelt sich aber auch die Flüchtlingswelle zu einer echten Herausforderung für das deutsche Gesundheitswesen. Demnach sollen Flüchtlinge in Nordrhein-Westfalen nach dem Willen von Gesundheitsministerin Barbara Steffens (B’90/Grüne) ab dem 1. Januar 2016 mit einer Gesundheitskarte selbstständig einen Arzt aufsuchen können.

Der Handlungsbedarf der Politik ist jedenfalls groß. “Wir Europäer müssen auch zu einer effektiven gemeinsamen Politik in der Flüchtlingsfrage finden, die allen Menschen gerecht wird: denen, die hierherkommen, und denen, die hier leben. Dazu gehört auch, die Ursachen dieser Wanderungsbewegung zu bekämpfen: Krieg, Verfolgung, Armut, Klimawandel”, sagte Allianz-Chef Oliver Bäte jüngst zur aktuellen Flüchtlingssituation. Erste Vorschläge könnte – und sollte – EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker am Mittwoch in seinem “Bericht zur Lage der Union” skizzieren (siehe POLITICS).

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Weitere Themen im Blick von VWheute:
Blick auf die Börse: “Bitte anschnallen!”
Starke Nerven mit Blick auf ihr Aktiendepot werden die geneigten Anleger auch in der kommenden Woche benötigen. So bestimmen die bevorstehende Zinsentscheidung der Fed und China weiter über das Auf und Ab auf dem Frankfurter Börsenparkett. Für eine Überraschung könnte am Mittwoch allerdings die Lufthansa sorgen.

Zukunftsmodell Klimawandel?
Vergangene Woche trafen sich die UN-Staaten in Bonn zur Klimakonferenz, um den Klimagipfel von Paris im Dezember vorzubereiten. Dabei könnte der Klimawandel zu einem neuen Geschäftsmodell für die Versicherer werden.

“Entschädigung von Katastrophenopfern statt Haftung”
Katastrophen – gleich welcher Art – bringen naturgemäß auch die Versicherer ins Spiel. Für Kenneth Feinberg, damaliger Sonderbeauftragter des Entschädigungsfonds für die Opfer der Anschläge vom 11. September 2001, steht bei der Regulierung vor allem die Entschädigung der Opfer im Fokus – und nicht die Haftung.

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