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Diese Woche: Lebensversicherer – Teil der Lösung oder Teil des Problems?

09.03.2015 – Rafael_Kurz_NeuVon VWheute-Redakteur Rafael Kurz.

Sind Lebensversicherer Teil der Lösung oder Teil des Problems? Heute wird bei der Anhörung im Bundessozialministerium – Arbeitgeberverbände, Sozialpartner, nicht aber Versicherer sind geladen – ein weiterer Schritt zur bAV-Reform getan. Die Karten liegen auf dem Tisch.

Vermittlerverbände hatten im Vorfeld erklärt: “Der Entwurf in seiner jetzigen Form würde eine nachhaltige Beschädigung der bereits etablierten Durchführungswege bedeuten, verbunden mit der Gefahr von Verlusten für bestehende bAV-Verträge.”

Die politischen Positionen zur bAV-Reform sind klar: Während die SPD für die Nahles-Rente – auch “Tariffonds” genannt – steht, will man bei der CDU noch nichts entschieden wissen und ein “völlig offenes Feld” beackern, wie jüngst Rentenexperte Peter Weiß zu Protokoll gab. Ob dann auch das vom GDV favorisierte Opting-Out-Modell (siehe POLITICS) ernsthaft in Betracht gezogen wird, könnte sich bereits heute abzeichnen.

Arbeitgeber indes plädieren für die in ihren Augen pragmatische Lösungen: “Die Besten müssen sich durchsetzen”, sprich: Die bAV geht in die Hände der Tarifpartner. Für Versicherer bliebe als Rest des Geschäfts um 13 Millionen potenzielle Kunden Administration, Assetmanagement, Spezialconsulting etc, wie Bernhard Wiesner, Senior Vice President Corporate Pensions bei Bosch erklärt (siehe UNTERNEHMEN).

Die Tarifpartner hatten längst klargestellt: von der Regierung erwartet man sorgfältige Feinjustierungen. “Danach könnte man die weitere Arbeit getrost den Unternehmen und Tarifparteien überlassen”, so Heribert Karch, Geschäftsführer MetallRente und Aba-Vorstand (siehe MÄRKTE).

Ein konstruktiver Vorschlag, der beide Seiten in Betracht zieht, kommt von einem, der über ausgewiesene Expertise verfügt: Marco Arteaga, ehemaliger Vorstand der Zurich Herold Lebensversicherung, sagt zwar, dass Lebensversicherer – auch durch ihre Öffentlichkeitsarbeit – ins Zwielicht geraten sind.

Den schwarzen Peter halten sie so zu einem gewissen Stück zu Recht in Händen halten. Allerdings hätten sie eine faire Chance verdient, sich am Wettbewerb der Anbieter zu beteiligen. (siehe DOSSIER). VWheute berichtet weiter.

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