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Diese Woche: Knüppeldick in Brüssel, Berlin und München

23.11.2015 – daniel_tobias_1979Von VWheute-Redakteur Tobias Daniel. Politik pur diese Woche im geographischen Dreisprung zwischen Brüssel, Berlin und München. Morgen verabschiedet das Europaparlament in Brüssel die neue IDD-Richtlinie, während zeitgleich in München Allianz-Chef Oliver Bäte vor Analysten seinen Kurs in das neue digitale Zeitalter des Münchener Global Players darstellt. Tempo will er machen, hat er schon einmal vorab in der Wirtschaftswoche  proklamiert. “Behäbig” – das Wort fiel – war das Unternehmen ja unter der Ägide seines Vorgängers auch nicht gerade.  Und in Berlin zurrt der Bundestag  das Schicksalsbuch der Nation, den Bundeshaushalt 2016 fest.

Entwarnung, was die geplante Brüsseler Verbraucherrichtlinie angeht. Der GDV sieht laut Hauptgeschäftsführer Axel Wehling in dem geplanten Regelwerk die “Grundlage für ein modernes europaweit einheitliches Regelwerk für den Versicherungsvertrieb”, bei dem die Koexistenz von Provisions- und Honorarberatung weiter gesichert sei. Gleichzeitig sollen auch die Rechte der Verbraucher gestärkt werden – getreu dem Motto: Nicht der Vermittler, sondern der Kunde ist König (siehe POLITICS).

Kundennäher und deshalb digitaler will die Allianz künftig in die Vollen gehen. Konzernchef Oliver Bäte: “Wir müssen einiges verändern, weil sich unsere Welt so schnell und fundamental ändert”, kündigte er am Freitag auf dem Wirtschaftsgipfel der Süddeutschen Zeitung in Berlin an (siehe UNTERNEHMEN). Für die Wettbewerber draußen und die Allianz-Leute drinnen wird wohl auch Ungemütliches die Woche bereichern.

Mächtiger Aufschlag auch des GDV mit dem Versicherungstag 2015 in Berlin. Natürlich geht es, um was wohl, um den Dreh- und Angelpunkt des  Weltgeschehens – die Digitalisierung natürlich. Der Präsident wird über die Chancen sprechen, der zuständige EU-Kommissar über die Herausforderungen und ein Google-Head über Innovation & Crativity. Bevor eine Podiumsrunde das Fazit zieht.

Denn für die Berechnung ihrer Risikomodelle brauchen die Versicherer Daten – und zwar viele Daten. Die Folge ist nicht nur ein radikaler Wandel der Geschäftsmodelle von Vertrieb über Marketing bis hin zur Schadenprävention und Produktgestaltung. Auch die Rolle des Versicherten selbst steht künftig auf dem Prüfstand.

Knüppeldickes auch an der Börse? Wenn sie die Wahrheit sagt, dann wird alles gut.

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Die politische Woche in Berlin: Presse bittet zum Tanz
Immer Ende November bitten die Journalisten die Politik zum Tanz. Dabei wird Bundespräsident Joachim Gauck am Freitag erstmals im geschichtsträchtigen Hotel Adlon unweit des Brandenburger Tores den Bundespresseball 2015 eröffnen. Das Fest wird eine Woche ohne politischen Wiegeschritt beschließen. Auch nicht für die Versicherer, die zum Versicherungstag 2015 digital aufschlagen wollen.

Blick auf die Börse: Ungewissheit auf dem Parkett
Auf dem Börsenparkett in Frankfurt herrscht dieser Tage eher Ungewissheit darüber, welche Richtung das Fieberbarometer nach den bisherigen Kursgewinnen in dieser Woche einlegen wird. Während die Optimisten einen zusätzlichen Schub durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) erwarten, warnen die Skeptiker bereits vor allzu großen Erwartungen.

KMU: Elementarschäden nehmen zu
Die Zunahme von Elementarschäden bei kleinen und mittleren Unternehmen hat in den vergangenen Jahren zugenommen. “Auch Angriffe auf IT-Systeme und Daten verunsichern unsere Kunden”, sagt Thomas Leicht, Vorstandsvorsitzender der Gothaer Allgemeine AG, gegenüber VWheute. Allerdings zeige die neue KMU-Studie der Gothaer, die heute vorgestellt wird, dass der Versicherungsschutz noch immer vernachlässigt werde.

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