Versicherungswirtschaft-heute

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Diese Woche: Es geht ums Verteilen

26.05.2015 – mertesVon Heinz Klaus Mertes. Noch gerade vor dem Pfingst-Reisesturm hatten – gottlob – einige der sieben Gaben des hl. Geistes  die Streiksituation auf den deutschen Bahnschienen entspannt. Wie an anderen Stellen der Volkswirtschaft erweist sich die deutsche Versicherungswirtschaft unter den derzeit aufbrandenden Tarifkämpfen als eine Branche des Augenmaßes.

Die über allem schwebende unruhiger Tariffronten  drängt auch in die angefangene Woche hinein: Warum wackelt an so zahlreichen Stellen der Tariffrieden in Deutschland – von den noch nicht fertig ausgetragenen Differenzen bei den Piloten bis hin zu dem rigiden Stil bei den Kita-Beschäftigten? Und Weiteres ist ja in der Pipeline. Es scheint, als durchziehe die Trillerpfeifen-Forderungen die Sorge, dass die Zeit des Verteilens angesichts der wechselhaften Nachrichten aus dem Euro-Raum bald vorbei sein könnte. So schneide man sich noch jetzt vorsorglich eine Scheibe ab.

In der Versicherungswirtschaft lässt der am vergangenen Samstag unterzeichnete Abschluss der Tarifrunde, die keineswegs ohne Komplexität und Härten war, hingegen planvolles Wirtschaften in durchaus schwieriger Zeit zu (siehe POLITICS).

Ob mit dem Tarifeinheitsgesetz, das diese Woche bei den gegebenen Mehrheiten den Bundesrat ungefährdet  passieren wird, auch die allergischen Gewerkschaftsfronten begradigt werden, birgt Risiken. Offen auch, was bei dem Finanzministertreffen samt Notenbankchefs ab  morgen Abend in Dresden herauskommen wird. Hier dürfte sich schon die politklimatische Verschiebung nach dem überraschenden Wechsel an der Staatspitze in Polen bemerkbar machen, die tendenziell eurokritisch gewertet wird. (siehe SCHLAGZEILEN)

Der nachbarschaftliche Versicherungsmarkt in Polen ist für die deutschen Versicherer ein gesuchtes Gelände und verdient deshalb die Aufmerksamkeit der Branche (siehe MÄRKTE); wie auch die Ergebnisse der DIHT-Frühjahrsumfrage, die am kommenden Donnerstag die konjunkturelle Stimmung gerade auch in mittelständischen Unternehmen ausleuchtet.

Afrika dagegen scheint weit weg, ist es aber nicht für Unternehmen, die hier, bei allen politischern Unsicherheiten enorme wirtschaftliche Wachstumschancen sehen (siehe DOSSIER).

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