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Diese Woche: Sommerloch-Krokodil gähnt Versicherer an

20.07.2015 – Krokodil_Joerg Klemme_Hamburg_pixelioDer Staub der Griechen-Schlacht hat sich noch nicht gelegt, da ragt schon das erste Sommerloch-Krokodil sein wohlbekannt hübsches Antlitz aus den Medienwellen. Der Spiegel hat Versicherer ins Visier genommen, die sich angeblich nur so lange kulant zeigen, bis die wirklich großen Schäden kommen. Dann greife das Nein-Sagen als System

In einer ausführlichen Titelstory will der Spiegel richtig bissig sein und kaut doch nur auf der Scheinbeute anderer herum, die längst verdaut ist. Gleichwohl bleibt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg von Fürstenwerth jenseits der Einzelfälle und Verschwörungstheorien nichts anderes, als abermals darauf hinzuweisen, dass man angeführte Umfrage unter Anwälten längst zerpflückt habe und selbst das Bundesjustizministerium nach einer mächtigen Umfrageaktion in allen Bundesländern keine “unnötige Zeitverzögerung” in der Regulierung von Schäden feststellen konnte (siehe POLITICS).

Hinter dem wieder aufgerissenen Krokodilrachen übersieht das frühere Nachrichtenmagazin die maßgebliche Aktualität. Nämlich, dass zukunftsgerichtete Versicherer längst Kundenzufriedenheit und die daraus resultierende Bindung in den Mittelpunkt stellen – ein transparentes Allgemeingut in Zeiten der Digitalen Agenda (siehe MÄRKTE). Der Forschung bedarf es lediglich noch, wie derart Erkenntnis umgesetzt werden kann (siehe UNTERNEHMEN).

Kanzlerin Angela Merkel indes sieht sich Haltbarkeitsfragen der Koalition ausgesetzt und entgegnet dem rapiden Sympathieverlust in der Welt pragmatisch: “Es geht hier auch nicht um Beliebtheit oder Schönheitspreise.” Es gehe darum, dass in der Sache das Richtige getan werde (siehe SCHLAGZEILEN). (hkm/ku)

Bildquelle: Jörg Klemme, Hamburg/ pixelio
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