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Diese Woche: Digitalisierte Globalisierung

23.05.2016 – digital_98172431_FotoliaWenn sich in dieser Woche die G7-Finanzminister in Japan treffen, zeigt sich einmal mehr, wie eng vernetzt die Welt heute ist. Fällt in China der sprichwörtliche Sack Reis um, dann ist dies heute durchaus auch für deutsche Unternehmen relevant, denn der freie Fluss von Waren, Dienstleistungen und Informationen kennt praktisch keine Grenzen mehr. Lieferketten werden in dieser Wirtschaft zum neuralgischen Punkt. Die Risiken und Herausforderungen für die vernetzte Wirtschaft beschäftigen Unternehmen und Versicherer in dieser Woche gleichermaßen.

So trägt die Digitalisierung heute maßgeblich dazu bei, dass die Logistikprozesse zwischen den Unternehmen rund den Erdball fundamental neu durchdacht werden müssen. Eine Folge: eine größere Transparenz, flexiblere Gestaltung, beschleunigte Prozesse und geringere Lieferbestände.

Mit den digitalen Herausforderungen und Auswirkungen der digitalen Supply Chain beschäftigt sich ab heute auch ein hochkarätiger Management Circle in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt. Für Versicherer und Versicherungsmakler bringt dies zwangsläufig neue Herausforderungen mit sich. Denn mit zunehmender Globalisierung werden auch “die Lieferketten bzw. -netzwerke noch komplexer werden”, konstatiert Oliver Dobner, Chief Commercial Officer und Geschäftsführer bei Marsh Deutschland, gegenüber VWheute (siehe DOSSIER).

Gerade das Bewusstsein für die Gefahren aus der digitalen Welt ist in den Unternehmen zwar gewachsen, dennoch ist das Thema in den Chefetagen noch nicht ganz angekommen, wie die Cyber-Risiko-Befragung 2015 des Versicherungsmaklers zeigt. Demnach zählen gerade einmal 40 Prozent der Unternehmen die Cyber-Risiken zu den Top-Ten-Bedrohungen für ihr Unternehmen. Gleichzeitig sehen 65 Prozent der Unternehmen interne Ursachen wie den Verlust von Datenträgern oder kriminelle Mitarbeiter als größte Gefahr. Nur sieben Prozent der Unternehmen haben allerdings einen Krisenplan, um auf Cyber-Attacken reagieren zu können.

Die digitalen Herausforderungen und deren Risiken werden also auch weiterhin ganz oben auf der Agenda der deutschen Managementzirkel stehen. Das diese auch die Versicherungsbranche in zunehmender Gänze durchdringen, zeigte das Jahrestreffen der deutschen Versicherungskaufleute am vergangenen Freitag (siehe VERTRIEB).

Mit Herausforderungen der anderen Art beschäftigen sich dieser Tage jedoch die Lebensversicherer. Niedrige Zinsen und eine zunehmende Regulierung macht den deutschen Versicherern immer weiter zu schaffen. Über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen beschäftigt sich am kommenden Dienstag eine hochkarätig besetzte Versicherungskonferenz in Köln.

Dass allerdings auch das Verhältnis zwischen Versicherern und Versicherten nicht immer spannungsfrei verläuft, zeigen die aktuellen Beschwerdezahlen des Ombudsmannes für Versicherungen. Allein im ersten Quartal dieses Jahres sind bei der Schlichtungsstelle 4.793 Beschwerden gegen Versicherer eingegangen. Tendenz steigend: Demnach stieg die Zahl der Beschwerden im vergangenen Jahr mit 20.827 (2014: 19.897) auf einen neuen Höchstwert. Zum Vergleich: 2011 waren es noch 17.733 Eingaben. Den genauen Jahresbericht wird Ombudsmann Günter Hirsch ebenfalls am kommenden Dienstag vorstellen.

Mit den aktuellen Herausforderungen dieser Tage beschäftigen sich in dieser Woche schließlich auch die deutschen Mediziner auf dem 119. Deutschen Ärztetag in Hamburg. Zentrale Themen im Fokus der deutschen Gesundheitsexperten und Ärzte sind neben der Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge auch Fragen rund um die Arzneimittelpreisbindung sowie die Novelle der Gebührenordnung für Ärzte. (td)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

CDU-Politiker Jens Spahn will Opting-out-Modell in der bAV
Jens Spahn im Interview mit Tagesspiegel am Sonntag, in Sachen betriebliche Altersversorgung zu mehr Verbindlichkeit zu kommen. Wer sich nicht ausdrücklich gegen eine Teilnahme an der betrieblichen Altersversorgung ausspreche, solle automatisch teilnehmen.

Allianz Suisse versichert Gotthard-Tunnelbau mit 11 Mrd. Schweizer Franken
Am 1. Juni wird der längste Eisenbahntunnel der Welt – der Gotthard Basistunnel – eingeweiht. 17 Jahre hat die Bauzeit betragen. Von der ersten Stunde an mit dabei, war die Allianz Suisse, die das gigantische Bauprojekt mit 11 Mrd. Franken versicherte.

Unsicherheiten an der Börse halten an
Die Börsenexperten sind sich einig, dass auch die kommende Börsenwoche turbulent sein wird. Man rechnet mit einer großen Schwankungsbreite der Aktien-Indizes. Schwer im Magen liegt den Börsianern vor allem das Referendum in Großbritannien am 23. Juni über einen EU-Austritt. Der Ausgang der Abstimmung ist weiterhin unklar. Griechenland, Spekulationen über eine rasche US-Zinserhöhung und das schleppende Weltwirtschaftswachstum komplettieren die Sorgen der Anleger.

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