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Diese Woche: Des Managers Weekend-Blues

05.05.2014 – kaffee-tasse-zeitung-150Von Heinz Klaus Mertes. Seitdem die Phänomenologie des “Burnouts für jedermann” ihre kassenoffizielle Legitimation erhalten hat, scheint eine wichtige Unterscheidung des Managers von normalen Arbeitnehmern dahin. Bis vergangene Woche: Die Elitepublikation Harvard Business Manager brachte die Ergebnisse eines Sozioökonomischen Panels an die Öffentlichkeit, wie unglücklich speziell höherqualifizierte Höherverdienende am Wochenende sind, marketinggerecht als “Sonntagsneurose” getauft. Logisch, dass gerade die den Gefahrenängsten genuin zugewandten Risikomanager hier anfällig sein müssen.

Denn, was das Weekend von Verantwortungsträgern verdüstert, ist, so eine Erhebung des Volkswirtschaftsprofessors Wolfgang Maennig (siehe KÖPFE) an der Hamburger Universität, der Stress der Ungewissheit, was die kommende Woche so alles bringen könnte. Im Vergleich zu Arbeitern und einfachen Angestellten sei dies weniger programmiert und vorhersehbar, was das Abschalten verhindere. Im Gegenteil: Der Gedanke an wichtige Dinge, die bis Montag warten müssen, ließe Führungskräfte die Freizeit als belastende Nichtproduktivität empfinden.

Nicht zum Trost – aber ähnlich, wenn auch auf niedrigerem Level, treibt es die Producer von versicherungswirtschaft-heute.de um. Für die kommende Woche etwa: Was wird wohl bei der HV der Scor-Gruppe herauskommen? Was entscheidet der Bundesgerichtshof im Nachgang des EuGH zum Widerspruchsrecht bei den Lebensversicherungen (siehe POLITICS)? In welches Blickfeld gerät die Debeka bei der ersten Jahrespressekonferenz nach der Tour der Imageleiden in den vergangenen Monaten? Wird die Mittelmehr-Rallye der DVAG-Flotte von vier Aida-Schiffen mit der Blütenlese von mehreren Tausend deutscher Versicherungsvermittler immer genug Wasser unter dem Kiel haben (siehe VERTRIEB)? Welche Rückstellungen wurden gebildet für die schier unermesslichen Schäden an Volks- und Versicherungswirtschaft im Falle einer Havarie? Es geht auch in die 19. Woche, in der Zahlen von MAN, Audi, BMW, Continental und Tesla das Bild einer Schlüsselindustrie (siehe DOSSIER) malen und so auf die Gesamtwirtschaft abfärben. Denn an der Automobilindustrie hängt so viel: ganze Wirtschaftszweige, Unmengen an Marketing- und Dienstleistung, Logistik sowie versicherungstechnische Innovation (siehe MÄRKTE) entwickeln sich im Windschatten möglichst hervorragender Aussichten. Ach so, die Ukraine-Krise samt Sanktionsdepressionen gibts ja auch noch.

Ungewissheiten über Ungewissheiten, Weekend-Stress pur. Und jetzt auch noch die schrecklichen Brückentage. Gut, dass der sonntägliche Produktionstag des Tagesreports mit Blick auf die kommende Woche für uns das vermaledeite WE-Loch verkürzt. Und dass heute – gottlob – wieder Montag ist.

Keine Lust auf Feuilleton und Kaffee? Der Manager von heute muss immer daran denken, was nächste Woche ist. (Quelle: Lupo/ pixelio.de)

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