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Diese Woche: Böse Tage statt Goldener Oktober

28.09.2015 – mertes_brille_08_2014_150Von VWheute-Chefredakteur Heinz Klaus Mertes. Diese Woche haben Business as usual-Termine bei den Granateneinschlägen rund um VW und weitere Migranten-Frontberichten aus Europa schon eine aufbauende Wirkung. Dazu gehört, dass die Reform der Pflegeversicherung ihren planmäßigen gesetzgeberischen Verlauf nimmt. Am Mittwoch findet vom Bundestag eine Anhörung statt, bei der auch die Positionen der PKV noch einmal ihre Zugkraft beweisen können. Es läuft nicht schlecht dafür, weil nach jahrelangen aufgeladenen Polarisierungen um das duale Gesundheitssystem der jetzt amtierende Gesundheitsminister Hermann Gröhe die Vorteile der Großen Koalition still und systematisch zu nutzen weiß (siehe POLITICS). Ansonsten startet die Woche mit Erschütterungen, die auch auf die Versicherungswirtschaft durchschlagen werden.

Stimmungsmörder in den Tagen vor den  Goldenen Oktobertagen ist natürlich das Wolfsburg-Drama. “Der Selbstmord” schreit der Titel des aktuellen Spiegel in die Welt. Und er hat ja insofern Recht, als die Kettenreaktionen im Gefolge der VW-Umwelttäuschung unübersehbar sind, nicht nur für  Deutschlands Autoindustrie, sondern für den gesamten Standort D und die Volkswirtschaft. Keineswegs zuletzt dürfte das Krisenbarometer  bei den Versicherern ausschlagen – in vielerlei Hinsicht ja verschwistert mit allem, was Mobilität heißt.

Zukunftsgestaltung, eine Ambition, die sich diese Woche in einer Reihe von Foren widerspiegelt, gewinnt ihre Überzeugungskraft mit kommunzierfähigen realen Wegen. Das ist in diesen Tagen weder hinsichtlich VW-Desaster gegeben noch in Richtung der Migrantenströme nach Europa. Es fehlt sogar an verlässlicher Basisinformation darüber – ein Greuel nicht nur für rechenhafte Aktuare, sondern für jeden, der in Verantwortung ist.

Damit kommt es letzten Endes auf Führung an und damit  auf die richtige Installierung des richtigen Mannes oder  – notabene – richtigen Frau zur richtigen Zeit (siehe DOSSIER). Nach dem ruinösen Fehlschlag im Markt ein kapitaler Fehlschlag auf der Top-Ebene – da hat der Spiegel Recht – das gerät an die Grenze des Selbstruins. So sei zum Schluss dieses Einleuchtens in die Woche auch noch der Name FIFA erwähnt. Mit seiner Millionenware Fußball in vielen Verzweigungen nicht wenig geschäftsrelevant auch für die Versicherungswirtschaft.

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