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“Diekmaformance” – zum Auftritt des Allianz-Chefs auf der Jahrespressekonferenz

28.02.2014 – mertesKommentar von Chefredakteur Heinz Klaus Mertes

Eine journalistische Kritik ist in aller Regel wohlfeiler als eine Laudatio – gleichwohl es sei. Allianz-Jahrespressekonferenz gestern: Performance eines ad personam Systemrelevanten. Konzernchef Michael Diekmann wurde dieser Rolle vor dem das Informationsklima anfütternden Großaufgebot an Medienvertretern gerecht.

Vom Podium – in der Mitte seiner Fachvorstände – sprach aus jeder seiner Darlegungen und Antwortstatements die axiale Führungskompetenz eines Generalisten, der die Fachecken sehr wohl durchdrungen hat, aber in die gesamtstrategische Richtung zu bringen weiß.

podium-allianz-150 So zum Beispiel, wenn er den nicht nur den wirtschaftspolitischen, sondern gesellschafts- und ordnungspolitischen Zusammenhang zwischen dem Bedarf an weltweiten infrastrukturellen Investitionen, den staatlichen Finanzpolitiken und dem eigenen konzernstrategischen Kurs bei Public-Private-Partnership-Projekten herstellt. Und dies so zu kommunizieren weiß, dass nicht nur die eigenen Leute es verstehen, sondern auch meinungsprägende Journalisten. Solcherart Deduktionen zu komplexen Themen bot der Auftritt des Konzernchefs mehr.

An den Früchten rundum glänzender Ergebnisse, unbeschadet von Naturkatastrophen oder hochgehender Brandungswellen der Regulierung wie Solvency II, lässt sich hier erkennen, was Aufsichtsräte und Personalberater in diesen wechselhaften Zeiten als erste Priorität für Unternehmensverantwortliche einfordern: Leadership, Leadership, Leadership.

Gut beraten scheint Diekmann auch. Mit einem Wort vorweg erledigte er alle zu erwartende Journalisten-Neugier hinsichtlich seines limitierten Vertrages. Im Oktober werde der Aufsichtsrat in einer außerordentlichen Sitzung entscheiden, beschied er knapp. Wer nicht nur Ohren hatte zu hören, sondern Augen und Kopf, den Gesamtauftritt zu bewerten, hat keinen Zweifel mehr: Der Top-Manager par excellence wird selbst mit dafür sorgen, dass kein Nachfolgegerangel wie in der Deutschen Bank entsteht. Auf gut Deutsch: Seine Systemrelevanz wird sich vertraglich verlängern.

Bild: Konzentration beim Vortrag des Chefs, Elektronische- und Wortmedien hatten viel zu notieren auf der Bilanzpressekonferenz der Allianz. (Quelle: HKM)

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