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Die Zukunft ist jetzt

20.04.2016 – jens_ringel_versicherungsforenVon Jens Ringel, Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig. Welche Qualität sich hinter dem Leistungsversprechen der Versicherer versteckt, zeigt sich für den Kunden im Regelfall erst nach Eintritt eines Schadens. Das Schadenmanagement ist und bleibt daher eines der wichtigsten Elemente der Wertschöpfungskette der Assekuranz. Doch wie so vieles ist auch das Schadenmanagement momentan im Wandel.

Universelle Trends der Branche wirken sich auch auf das Schadenmanagement aus: Big Data ermöglicht beispielsweise detailliertere Kundenprofile, neue Geschäftsmodelle und individuell zugeschnittene Produkte. Auch das sich ändernde Informations- und Kommunikationsverhalten der Kunden hat Einfluss. Waren früher Telefon und Brief die einzigen Wege einen Schaden zu melden, gewinnt heute Social Media zunehmend an Bedeutung. Das Omni-Channel-Management etabliert sich daher als Standard und wird für Versicherer auch im Schadenmanagement zum Instrument, sich auf die zunehmend online-affinen Kunden einzustellen (siehe KÖPFE).

Ein Bereich, der gegenwärtig besondere Aufmerksamkeit bekommt, ist das Thema Mobilität. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt meinte erst in der vergangenen Woche, dass “das automatisierte und vernetzte Fahren die größte Mobilitätsrevolution seit der Erfindung des Autos” sei. Das Gesetz zum autonomen Fahren, das das Bundeskabinett jüngst auf den Weg brachte, fördert neue Mobilitätskonzepte, die sich auch auf die Assekuranz unter anderem durch neuen Versicherungsbedarf und verändertes Schadenaufkommen auswirken werden.

Strategische Kooperationen zwischen Versicherern und Mobilitätsdienstleistern werden infolgedessen immer wichtiger. Dies kann im Bereich Produktgestaltung zu einem Wandel von der Halterversicherung hin zu einer Fahrerversicherung führen. Für die Schadenbearbeitung beinhaltet dies einen Bedeutungszuwachs, da künftig zusätzliche bzw. andere Informationen für die Tarifierung benötigt werden. Nur wer bereit ist, flexibel zu agieren und Kooperationen einzugehen, wird hier langfristig bestehen können, denn die nächste Veränderungswelle rollt mit dem Thema “Smart Home” und den damit verbunden Chancen und Risiken auf die Versicherer zu (siehe DOSSIER).

Das Thema Schadenmanagement steht heute auch im Mittelpunkt des Messekongresses Schadenmanagament & Assistance in Leipzig.

Bild: Jens Ringel ist Geschäftsführer der Versicherungsforen Leipzig. (Quelle: Versicherungsforen)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

Versicherer verschenken digitales Vertriebspotenzial
Nur ein Bruchteil der Versicherer nutzt die Möglichkeiten digitaler Kundenportale zur individuellen Bedarfsanalyse und zur Platzierung von Cross-Selling-Angeboten aus. Zu diesem Schluss kommt eine neue Studie von Sopra Steria Consulting. Demnach haben nur 21 Prozent der Versicherer ein Tracking-System in ihrem Kundenportal integriert, um nachzuvollziehen, über welche Produkte die Kunden sich informieren.

Online-Kunstmarkt wächst um 24 Prozent
Der Online-Kunstmarkt ist 2015 um 24 Prozent auf 3,27 Mrd. US-Dollar (2014: 2,64 Mrd.) gestiegen. Gleichzeitig wurden global weniger Auktionskäufe getätigt als noch im Vorjahr. Der Anteil der Online-Kunstkäufer liegt weiter stabil bei 49 Prozent. Dies geht aus dem vierten Online Art Trade Report des Spezialversicherers Hiscox hervor.

Vereinte Nationen und Versicherer künftig Hand in Hand
Das weltweit agierende Insurance Development Forum IDF soll vor allen Dingen in Entwicklungs- und Schwellenländern dabei helfen, Schutz vor Naturgefahren auch durch Versicherungen aufzubauen. Dessen Ziel: die Ressourcen der Versicherungswirtschaft auf breiter Basis bündeln. Stephen Catlin ist Vorsitzender des jüngst von Vereinten Nationen, Versicherungs- und Finanzbranche gegründeten Forums.

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