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Die Zukunft der Versicherungsbranche wird weiblicher

29.11.2013 – Familie oder Karriere?Das Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) legte jetzt aktuelle Zahlen zum Frauenanteil in den DAX-Vorständen vor. Dieser sank in diesem Jahr von 7,8 auf jetzt 6,3 Prozent. Für Elke Horst, Forschungsdirektorin Gender Studies am DIW signalisiert dies, dass die Besetzung von weiblichen Kräften in Führungspositionen „kein Selbstläufer ist”. Als erste Branche in Deutschland verfolgt die Versicherungsbranche das Ziel, den Anteil von Frauen in Führungspositionen zu steigern. Dabei geht es auch um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Dafür hat der Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland (AGV) einen Branchenbeirat „Frauen in Führung” gegründet, dem namhafte Manager von Mitgliedsunternehmen angehören. Mit einem Frauenanteil von derzeit 24,5 Prozent über alle Führungspositionen hinweg ist angesichts eines Frauenanteils von 47,2 Prozent in der Branche noch viel Potenzial nach oben vorhanden. Die Beweggründe für diese Initiative sind eindeutig. Einerseits geht es darum, „die Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen zu fördern”, so der Vorsitzende des Branchenbeirats, Josef Beutelmann, „um so die Individualität des Einzelnen und die Vielfalt insgesamt als Erfolgsfaktoren für das Unternehmen zu nutzen”. Das Vorstandsmitglied der Nürnberger Versicherungsgruppe, Walter Bockshecker, ergänzt: „Frauen haben einen großen Mehrwert für das eigene Unternehmen. Sie sind stärker kollektiv ausgerichtet statt auf individuelle Vorteilssuche.” Sie brächten „ein besseres Verständnis für Kunden mit und agieren defensiver”, wodurch eine nachhaltigere Kundenbindung entsteht. Für das Vorstandsmitglied der Arbeitgeberverbandes, Michael Niebler, sind mehr Frauen in Führung ein entscheidender Wettbewerbsfaktor für die Zukunft unserer Branche”.

Welche Maßnahmen greifen, um mehr Frauen in Führung zu bringen, ist Thema des Branchenbeirats „Frauen in Führung”. Dabei geht es um die Veränderung der Unternehmenskultur, aber auch um Aspekte wie Führen in Teilzeit oder Rückkehr-Governance nach Elternzeit (siehe DOSSIER). (vwh)

Foto: Versicherungsunternehmen entwickeln Programme zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, um Frauen in Führungspositionen zu bringen. (Quelle: vvw)

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