Versicherungswirtschaft-heute

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Die neue Morphologie der Versicherungslandschaft

01.09.2015 – VW_Titel_20150828Von VWheute-Chefredakteur Heinz Klaus Mertes.

Ja, es gibt sie – die neue Morphologie der Versicherungslandschaft, wie die neue Ausgabe der Versicherungswirtschaft titelt. Die tektonischen Verschiebungen reichen von den Rückversicherern über die Erstversicherer bis hin zu mächtigen “Seiteneinsteigern”, die den Professionellen der Risikobranche ihren Rang in den tradierten Deckungskonzepten streitig machen.

In den nächsten Tagen finden mehrere strategische Gipfel statt, auf denen die Systeme und Mechanismen der Risikoverteilung und -minimierung auf dem Prüfstand stehen, und zwar weltweit und produktübergreifend (siehe MÄRKTE). Das Rückversicherer-Treffen in Monte Carlo Mitte dieses Monats wird dies ausstrahlen.

Die Architektur des Versicherungsschutzes ist aber keine autonome Branchensache, sie hängt von makroökonomischen Rahmenbedingungen ab wie zum Beispiel der Zinsentwicklung. Ruft die Fed am 17. September die Zinswende aus oder nimmt man in Anbetracht der schwächelnden Weltkonjunktur noch einmal davon Abstand (siehe POLTICS)?

Was würde die Überwindung der so heftig beklagten Niedrigzinsphase für das Geschäft der Versicherer bedeuten? Nachdem sich die Konzepte der Lebensversicherung weithin schon eingestellt haben? Manche befürchten einen neuen Wettlauf um Rendite. Jedenfalls Unruhe.

Matthias Meng von der aktuariellen Wirtschaftsberatung Millimann ist anderer Meinung: Er sieht die Solvabilität der deutschen Versicherer – gerade auch nach den Solvency II-Standards – bei einer solchen Schubumkehr mitunter verbessert. (siehe DOSSIER)

Bei allen Veränderungen in der Architektur des Versicherungsschutzes – sie wird tragen.

Link: Die aktuelle Ausgabe des Business- und Managementmagazins Versicherungswirtschaft (Heft 9/15)

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