Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Die kognitive Revolution

12.02.2016 – Digital Cyber Industrie 4.0 - quelle Hannover MesseKognitive Syssteme revolutionieren die Versicherungsbranche. So bedienen sich bereits einige Versicherer kognitiver Systeme, um virtuelle digitale Berater aufzubauen oder Risiken bei der Antragsprüfung besser einschätzen zu können. Die Folge: “Sie können die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen finden, neue Muster und Erkenntnisse finden”, meint Christian Bieck, Forschungsleiter Versicherungen des IBM Institute for Business Value.

So haben kognitive Systeme das Potenzial, nicht nur den Straßenverkehr – Stichwort: autonomes Fahren -, sondern auch die Versicherungsbranche in Gänze zu revolutionieren. Demnach prognostiziert das Marktforschungssystem IDC, dass in zwei Jahren bereits 50 Prozent der Endkunden regelmäßig solche Systeme nutzen werden. Auch die Versicherungsbranche kann davon profitieren, meint Andrea Cornelius, Consultative Sales Leader for IBM Analytics, im Exklusivinterview mit VWheute.

Ihre These: “Erstens können kognitive Systeme die Interaktion mit Menschen erleichtern. Zweitens helfen kognitive Systeme beim Aufdecken neuer Zusammenhänge. Drittens können Versicherer kognitive Systeme verwenden, um Entscheidungsprozesse zu unterstützen.” So interagieren kognitive Systeme “intuitiver mit Menschen als traditionelle Systeme”, betont die Expertin. Die Folge: “Neue Arten der Interaktion zwischen Menschen und Computern” (siehe DOSSIER).

Zu was solche Systeme bereits fähig sind, zeigt die aktuellen Entwicklungen rund um das autonome Fahrzeug. Neben den traditionellen Automobilherstellern habem mittlerweile auch branchenfremde Unternehmen wie Google die neue Technologie für sich entdeckt. So akzeptiert die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA nun Computer als Fahrer.

“Wir stimmen mit Google überein, dass ein selbstfahrendes Auto keinen Fahrer im traditionellen Sinne haben wird, wie Fahrzeuge ihn in den vergangenen hundert Jahren hatten”, heißt es seitens der NHTSA. Dennoch wies die Behörde darauf hin, dass die gegenwärtigen Regulierungen ein vollständig autonomes Fahren noch verhindern. Auch wenn Google – ebenso wie andere Automobilhersteller – die Auffassung vertreten, dass selbstfahrende Autos den Verkehr sicherer machen. Ganz ohne Fahrer scheinen aber auch deren Fahrzeuge derzeit noch nicht auszukommen. (td)

Bildquelle: Hannover Messe

__________

Weitere Themen im Blick von VWheute:

Massiver Gewinneinbruch bei der Zurich
Die Zurich hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 einen Gewinn von 1,8 Mrd. US-Dollar erzielt. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 53 Prozent. So machten dem Versicherer vor allem das Kerngeschäft in der Schadenversicherung, Naturkatastrophen sowie Probleme mit Großkunden in den USA zu schaffen. Wie die Zurich weiter mitteilte, will der Konzern bis 2018 weltweit etwa 8.000 Stellen abbauen.

Atradius: Neue Shootingstars der Weltwirtschaft
Indien, Vietnam, Bangladesch, die Philippinen, Kenia, Tansania, Peru und Kolumbien sind die neuen Shooting-Stars der Weltwirtschaft – meint zumindest der Kreditversicherer Atradius. So glauben die Ökonomen des Kreditversicherers, dass diese Länder auf der Südhalbkugel mit guten Wachstumsraten entsprechend gute Chancen für deutsche Exporteure bieten.

“Viele Versicherer setzen auf Kompaktpolicen”
Das mittelständische Gewerbe hat bei seinem Versicherungsschutz ganz spezielle Anforderungen. Es gilt für jeden Kunden die richtige Passform des Versicherungsschutzes zu finden, erklären die Geschäftsführer der Best Gruppe, Stefan Peters und Christian von Göler im Interview mit VWheute. Die Marktentwicklung beobachten die Makler daher mit “wachsender Vorsicht”, denn die Versicherer setzten zunehmend auf Kompaktpolicen.

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten