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Die Fortüne der Generäle

23.12.2014 – mertes_brille_08_2014_150Von VWheute-Chefredakteur Heinz Klaus Mertes.

Wie einem Bundesligaverein ist es auch jedem Unternehmen ein Gräuel, sich über die Feiertage und den Jahresauftakt hin auf einem Abstiegsplatz wiederzufinden. So aber geht’s dem Führungsduo an der Spitze der Deutschen Bank.

Mit einem Doppelinterview fanden Jürgen Fitschen und Anshu Jain in der Welt gestern reichlich Platz, mit Trotz – statt mit Frohbotschaften gegen solches die Mitarbeiter, Kunden-, Branchen- und Analystenwelt demotivierende Überwintern ganz unten anzugehen. (siehe KÖPFE)

Nicht wirklich gelungen. Das Eingemachte im Doppelsprech offenbart nicht mehr und nicht weniger als die Irrungen, aus denen Deutschlands größte Bank heraus zu strampeln versucht und sich dabei weiter verheddert. Was das Handelsblatt am gleichen Tag mit einer dicken Titelgeschichte dokumentierte.

Ist das Manager-Duo, das immerhin seit zweieinhalb Jahren die Führungsspitze bildet, und vielleicht der Aufsichtsrat dazu verantwortlich zu machen dafür, dass die Beseitigung von Erblasten ebenso wie die neue Kursdefinition auf der Strecke geblieben sind? Diese Frage wird so unausweichlich sein wie das Amen in der Neujahrsandacht. Selbst Trainer-Apoll Kloppo scheint ja angezählt – Verletzungspech hin oder her.

So darf die weihnachtlich angehauchte Besinnung sein, inwieweit Unternehmensverantwortliche schlichtweg Fortüne haben müssen, wie sie der Alte Fritz von seinen Generälen forderte. Ja, sie müssen. Denn sonst fehlt ihnen das Wichtigste in diesen kompressiven Zeiten: Motivation, Zukunftsgewissheit auszustrahlen über die Härten der Restrukturierung nach innen und außen hinweg.

Und was ist mit den Versicherern? Sie gehen im kommenden Jahr durch das Solvency II-Feuer. Regulierung und Digitalisierung werden die Trennschärfen verstärken. Protagonisten im deutschen Top-Management zeigen, dass solche Leadership neben Nachhaltigkeit auch gezielte Befreiungsschläge erfordert.

Eon-Chef Johannes Theyssen etwa demonstrierte das kürzlich mit dem Ausstieg aus einem Szenario, das nicht mehr zu retten ist. Oder die Opel-Frau mit dem Allerweltsnamen Tina Müller. Ihr Erfolgsmotto, die Kurve zu kriegen, dürfte 2015 in der Unternehmenswelt Flügel bekommen: ” Umparken im Kopf!”

Besinnliche Feiertage. (hkm)

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