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Diabetes – Volkskrankheit und Todesgefahr

07.04.2016 – Arzt_Christoph Droste_pixelioDiabetes ist längst zu einer Volkskrankheit geworden. Aus diesem Grund steht “der Zucker” heute auch im Fokus des Weltgesundheitstages. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind weltweit mittlerweile mehr als 400 Millionen Menschen an Diabetes Typ 2 erkrankt. Dies entspricht etwa 8,5 Prozent der globalen Bevölkerung. Mit entsprechenden Folgen für die Versicherer.

Laut Deutscher Diabetes-Hilfe sind allein in Deutschland rund sechs Millionen Menschen an Diabetes erkrankt, wobei etwa jeder Fünfte nichts von seiner Erkrankung weiß. Die Zahl der täglichen Neuerkrankungen beziffert die WHO auf fast 1.000. In den nahezu meisten Fällen handelt es sich dabei um den sogenannten Typ 2, welcher – entgegen der eher seltenen Autoimmunkrankheit Diabetes 1 – oftmals vermeidbar ist (siehe POLITICS).

Die finanziellen Folgen sind entsprechend fatal: Auf rund 35 Mrd. Euro schätzt die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) die jährlichen Kosten allein für die Sozialkassen. Dabei ist diese Summe nach Ansicht der Experten durchaus mit den Folgekosten des Rauchens vergleichbar. Darin enthalten sind neben den reinen Behandlungskosten für Diabetes auch die Kosten für die entsprechenden Folgeerkrankungen. Allein 50.000 Amputationen, 2.000 Fälle von Erblindung, sowie 2.300 Patienten mit Nierenversagen gehen laut DDG auf Diabetes mellitus zurück.

Eine Ursache für die rasche Ausbreitung sehen die Experten neben falscher Ernährung vor allem in mangelnder Bewegung und der daraus resultierenden Fettleibigkeit. Die Versicherer bekommen die Folgen bereits zu spüren, wie das Beratermagazin Value berichtet. So berechnen manche privaten Krankenversicherer bereits einen individuellen Zuschlag bei erheblichem Übergewicht. Bei anderen Versicherern spielt der sogenannte Body-Mass-Index (BMI) eine gesonderte Rolle beim Abschluss einer Lebens- und Krankenversicherung.

Gesundheitsbewusstes Verhalten kann sich also lohnen: Für den Versicherten mit mehr Lebensqualität und für die Versicherer mit weniger Ausgaben für Gesundheitskosten. (td)

Bildquelle: Christoph Droste / pixelio.de

bestellen_vwhReport: “Fit statt fett”, in Value 01/15 (Einzelbeitrag)

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