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Deutschlands heißer Osten

21.08.2015 – deutschlandflagge_pixelioEhedem versprach Deutschlands Einheitskanzler Helmut Kohl den neuen Ländern “blühende Landschaften”. Ein Vierteljahrhundert ist seitdem vergangen. Und dennoch, die Unterschiede sind auch nach 25 Jahren noch geblieben. Ein besonders heißes Beispiel zeigt gerade der neue Risikoatlas “Haus und Wohnen” der Generali. Das Ergebnis: Die meisten Brände gibt es in den östlichen Bundesländern.

Traurige Spitze ist dabei Leipzig. In der “Brandhauptstadt Deutschlands” sind laut Generali-Atlas fast doppelt soviele Versicherte von einem Brandfall betroffen, wie in allen anderen Großstädten Deutschlands. Ebenfalls trauriger Spitzenreiter im Länderranking mit den häufigsten Bränden ist Sachsen-Anhalt, gefolgt von Sachsen und Thüringen (siehe UNTERNEHMEN).

Die unterschiedlichen Entwicklungen in Ost und West auch 25 Jahre nach der deutschen Einheit spüren die Versicherer noch heute. Ein Beispiel: Die unterschiedliche demografische Entwicklung, die vor allem für die Krankenversicherer an Brisanz gewinnt. In Ostdeutschland ist die Abnahme der jungen Bevölkerung Motor der Alterung, in den alten Ländern dagegen ist es die Zunahme der alten Menschen, stellte unlängst Iris Gleicke, Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer, in einer Analyse fest (siehe DOSSIER).

Dennoch scheint die Wiedervereinigung eine Erfolgsgeschichte, glaubt man einer aktuellen Umfrage des GDV: 64 Prozent der sogenannten “Generation Mitte” zwischen 30 und 59 Jahren ziehen eine bislang positive Bilanz – auch wenn die Unterschiede in den Wirtschafts- und Lebensverhältnissen noch immer eine augenscheinlich deutliche Rolle spielen (siehe POLITICS).

Es bleibt die Erkenntnis: Auch 25 Jahre nach dem Beschluss der DDR-Volkskammer zum Beitritt in die Bundesrepublik am 23. August 1990 gibt es große Unterschiede zwischen Ost und West – und die Angleichung der Lebensverhältnisse bleibt eine Frage von Generationen. (td)

Bildquelle: Rita Gäbel / pixelio.de

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