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Deutschland altert

02.09.2016 – renter_pixelioDeutschlands Bevölkerung wird bekanntlich immer älter. Dies belegen auch die jüngsten Zahlen des Statistischen Bundesamtes, wonach die Geburtenrate in der Bundesrepublik im vergangenen Jahr erneut zurückgegangen ist. Dabei wird der demografische Wandel durchaus zwiespältig betrachtet: Chancen für neue Produkte und Dienstleistungen sagen die Einen. Fachkräftemangel und Altersarmut befürchten die Pessimisten.

Wenn heute in Berlin führende Experten aus Politik und Gesellschaft die Chancen und Risiken diskutieren, wird die Wahrheit letztlich irgendwo in der Mitte liegen. Sicher ist: Das Durchschnittsalter in Deutschland liegt derzeit nach Berechnungen des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung bei 44,1 Jahren. Damit weist die Bundesrepublik im weltweiten Vergleich die zweitälteste Bevölkerung auf – nach Japan. Und der Trend wird sich nach den Berechnungen der Bevölkerungsforscher noch verstärken.

Dennoch gehen die Wirtschaftsforscher von einem zusätzlichen Wirtschaftswachstum für das alternde Deutschland aus. Rund 1,3 Prozent pro Jahr werde demnach die Wirtschaft wachsen, prognostiziert Alexander Börsch, Chefökonom der Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Deloitte. Gleichzeitig geht das Bundeswirtschaftsministerium davon aus, dass sich die Märkte, welche mit dem demografischen Wandel konkrete Entwicklungen umsetzen, durchaus noch dynamischer entwickeln.

Chancen gibt es hingegen auch für die Versicherer, meint Versicherungsexperte Reinhard Kunz. Gerade in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) könnten sich mit einer weniger normativen Ausgestaltung weniger Garantieregelungen neue Chancen für jene Marktteilnehmer entstehen, die sich bislang aus der Altersvorsorge zurückgezogen haben (siehe DOSSIER). Schwieriger wird es hingegen, dies bei den Beschäftigten selbst durchzusetzen, befürworten diese doch weiterhin die Beibehaltung der bisherigen bAV-Garantien (siehe POLITICS).

Profitieren werden nach aktuellen Studien hingegen die Immobilienunternehmen. So rechnet eine Prognos-Studie vor, dass in Deutschland allein bis 2030 rund 2,9 Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen werden. Zudem seien bislang nur 700.000 Wohnungen altersgerecht ausgestattet, was etwa zwei Prozent des Bestandes entspricht. Bundesbauministerin Barbara Hendricks (SPD) will den altersgerechten Ausbau von Wohnungen und Häusern jedenfalls auch weiterhin fördern. Allein seit 2009 wurden bislang 250.000 Wohnungen durch staatliche Zuschüsse und Darlehen in Höhe von 350 Mio. Euro altersgerecht saniert. (td)

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

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