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Der digitale Patient

14.10.2015 – Arztbesuch_Philipp_Flury_PixelioDas deutsche Gesundheitswesen befindet sich in einem sozialen Wandel, vorangetrieben vom medizinischen und technischen Fortschritt. Digitale Interaktionsmethoden revolutionieren das Verhältnis zwischen Arzt und Patient. Stand der Mediziner einst in seiner vermeintlichen Rolle als “Halbgott in Weiß” außerhalb jeglichen Zweifels, wähnt sich der Patient jetzt auf Augenhöhe.

“Heute werden Patienten viel stärker als Kooperationspartner der Ärzte wahrgenommen, als das etwa noch vor zehn Jahren der Fall war”, konstatiert Odette Wegwarth, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Gesundheitswissen der PKV. Ein entscheidendes Momentum im Verhältnis zwischen Arzt und Patient ist mehr denn je die Transparenz und Verständlichkeit der verfügbaren Informationen (siehe KÖPFE).

Studien belegen, dass “eine gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Patienten und Ärzten die Therapietreue und das gesundheitliche Befinden der Patienten verbessern kann”, glaubt Wegwarth. Notwendige Voraussetzung: qualitätsgesicherte, unabhängige und zielgesicherte Informationen. Allerdings scheinen die Patienten diese zunehmend nicht mehr bei den Ärzten selbst zu finden, auch wenn die Krankenhäuser mehr Ärzte als Pfleger einstellen (siehe POLITICS).

Das eigentliche Problem: Arztbriefe sind für Patienten oftmals nur schwer verständlich. Das Internetportal washabich.de hat sich zum Ziel gesetzt, medizinische Befunde in eine leicht verständliche Sprache umzuwandeln. Auch wenn die medizinische Fachsprache nach wie vor ihre Berechtigung habe – das Arzt-Patienten-Verhältnis hat sich dennoch verändert, stellte die Mitbegründerin und Geschäftsführerin des Portals, Anja Bittner, fest. Ihr Resümee: “Die Patienten sind mündiger geworden, möchten mitentscheiden oder zumindest genau informiert sein.”

Klar ist: der Qualitätsanspruch an das Gesundheitswesen in allen Bereichen braucht entsprechendes Wissen der Menschen, die auf sein Funktionieren angewiesen sind. Also wir alle. (td)

Bildquelle: Philipp Flury / pixelio.de

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