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Demographischer Wandel zwischen Chancen und Risiken

29.10.2013 – rentner-auf-bankWie sehr die Generation “Silver Agers” zunehmend in den janusköpfigen Blick gesellschaftlicher Erwartungen und Befürchtungen gerät, beweisen gleich zwei komplementäre Meldungen: Eine Studie der Robert-Bosch-Stiftung mit dem Titel “Länger leben – länger produktiv bleiben” verrät schon in der Überschrift ihre Stoßrichtung und fordert Politik und Wirtschaft entsprechend auf, Rahmenbedingungen für eine höhere Produktivität älterer Menschen zu schaffen, das Renteneintrittsalter künftig der Lebenserwartung anzupassen sowie altersgerechte Arbeitsplätze bereitzustellen. Parallel dazu warnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), vor der “Altersarmut in Deutschland – ein Sprengsatz mit Zeitzünder”. Beide Meldungen sind die zwei Seiten einer Medaille mit dem Namen “Demographischer Wandel”.

Wie eine Bombe mit Mehrfach-Sprengkörper schlug die Mitteilung des Statistischen Bundesamtes ein, dass aktuell schon eine halbe Million Rentner die so genannte Grundsicherung im Alter, „besser bekannt als Sozialhilfe“ (FAZ) beziehen, weil die erworbene Rente nicht zum Lebensunterhalt reicht. Und der Anstieg geht weiter – nicht nur stetig, sondern markant.

Viele Rentner verdienen sich auch im Ruhestand noch Geld dazu. So zählte die Bundesagentur für Arbeit im Herbst vergangenen Jahres gut 812.000 Minijobber im Alter von über 65 Jahren. Ende 2003 gingen lediglich knapp 600.000 Senioren einem Minijob nach. Für die Kritiker zeigt diese Entwicklung, dass die Altersarmut – trotz aller offizieller Beschönigungsversuche – weiter wächst und weiter wachsen wird, zitiert der GDV eine Meldung der Deutschen Presseagentur (DPA).

In unserer alternden und schrumpfenden Gesellschaft leisten sie über ihre Produktivität und ihr Engagement einen immer wichtigeren Beitrag für die Stabilität des Zusammenlebens, heißt es dagegen in der Bosch-Studie. Politik und Unternehmen sind deshalb gefordert, die richtigen Rahmenbedingungen für ein längeres Arbeitsleben zu schaffen. Wie genau diese Bedingungen aussehen sollten, zeigen das Berlin-Institut, die Körber-Stiftung und die Robert Bosch Stiftung in der gemeinsamen Studie „Produktiv im Alter“. Von welcher Seite man es auch betrachtet, da kommt etwas auf sie, die Alten und die junggebliebenen Alten und vor allen Dingen die Jungen, mit entsprechenden Konsequenzen für die Wirtschaft und schließlich die Versicherer zu (siehe auch POLITICS).

Link: GDV-Bericht

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