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Daten machen klug

28.05.2015 – olav_skowronnek_actineoVon Olav Skowronnek. Das Ziel eines jeden Versicherers ist eine bessere Steuerung von Ablauf und den Aufwand bei der Regulierung von Personenschäden. Dank analytischen Konzepten und einer ausreichend großen Datenmenge lassen sich aus hausinternen und externen Quellen die relevanten Personenschadendaten anonymisiert und gesetzeskonform so auswerten, dass die Schaden- und Aufwandregelung deutlich optimiert werden.

Demnach sind wesentliche Informationen zur Strukturierung eines Personenschadenbestandes bereits in Arzt- und Klinikberichten vorhanden. Eine Struktur entsteht allerdings erst mithilfe der ICD-10-GM (International Classification of Diseases, German Modification). Alle so codierten Daten – wie Diagnosen, relevante Vorerkrankungen usw. – lassen sich dadurch strukturiert und anonymisiert in einem Data Warehouse lagern,

Demografische Informationen können so mit medizinischen Daten sowie mit Schadenkosten wie Schmerzensgeld oder Heilbehandlungskosten verknüpft werden. Darüber hinaus lassen sich Prozess- und Strukturdaten innerhalb von Beschaffungsprozessen bei der Regulierung von Personenschäden zusammenstellen. Die Auswertung der Daten verrät dem Versicherer, welche Betriebsarten in welcher Häufigkeit mit welchem Ergebnis und zu welchen Kosten angefordert wurden.

Ein weiterer “Schatz”, der sich aus diesen Daten heben lässt, ist eine lückenlose medizinische Risikoprüfung eines Falles mithilfe von individuellen Schadenfiltern. Fälle mit einem nicht regelrechten Heilverfahren lassen sich somit anhand der Zahl der Arbeitsunfähigkeits- und Krankenhaustage in Verbindung mit den gestellten Diagnosen transparent machen. Identifizierte Fälle kann der Versicherer damit auf eine angemessene Reserve überprüfen – ein wichtiger Schritt zur Risikoanpassung und zur verbesserten Reserveführung (siehe MÄRKTE).

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Bild: Olav Skowronnek ist Geschäftsführer der Actineo GmbH in Köln. (Quelle: Actineo)

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