Versicherungswirtschaft-heute

          Mobilversion

 

- Anzeige -

Butterweicher Markt in Baden-Baden

13.10.2014 – BaltzerVon Christoph Baltzer.

Selten war es für Rückversicherungseinkäufer so angenehm, Rückversicherungsschutz einzukaufen, wie in der nächsten Woche in Baden-Baden. Der Markt quillt förmlich über an Leuten, Ideen und Kapazität.

In mondäner Atmosphäre handeln Versicherer und Rückversicherer ab dem 19. Oktober die Konditionen für das kommende Jahr aus. Die Schäden waren gering und auch auf der Rückversicherungsseite gab es in diesem Jahr keine Turbulenzen. So werden die Gespräche in Baden-Baden sich auf technische Fragen konzentrieren. 14 Milliarden Euro geben die deutschen Versicherer für Rückversicherungsschutz aus. Die Zahl stagniert, während die Beiträge der Erstversicherer steigen.

Die Erstversicherer fahren ihre proportionalen Verträge zurück. „Die Quotenrückversicherung ist auf dem Rückzug“, sagt Jan-Oliver Thofern von Aon Benfield. „Das wird vermutlich auch so weiter gehen.“ Der Deutschland-Chef des angelsächsischen Brokerhauses stellt fest, dass dafür nicht-proportionale Deckungen stärker nachgefragt werden. In diesem Jahr gab es viele mittlere Schäden, von dem Sturm Ela im Raum Düsseldorf bis hin zu den vollgelaufenen Kellern in Münster. Deswegen suchen Erstversicherer nach Lösungen für Frequenzschäden.

Die Verhältnisse machen es ihnen leicht, passende Antworten zu finden. Die Platzhirsche auf dem deutschen Rückversicherungsmarkt werden sich hingegen schwer tun, ihre Preisvorstellungen durchzusetzen. Es wird bei den Gesprächen sogar an die Konditionen gehen, ein klassisches Anzeichen eines butterweichen Marktes. Schon im vergangenen Jahr war die Hannover Rück mit der Erneuerung ihres Deutschland-Geschäfts nicht zufrieden. In diesem Jahr wird es wohl noch viel weniger Grund zur Zufriedenheit geben, nicht nur in Hannover (siehe DOSSIER).

Ob die Teilnehmer, Partner und Vertreter der Versicherungswirtschaft heute in Rom einen Grund zur Zufriedenheit haben werden, ist ebenfalls fraglich: Dort trifft sich die Desertec Industrial Initiative (Dii) um über die weiteren Schritte zur Solareenergie-Gewinnung in den weiten Wüsten Nordafrikas zu debattieren, wenn es denn überhaupt noch weitere Schritte gibt. Unisono unken deutsche Medien, die Unternehmung stünde vor dem Aus (siehe SCHLAGZEILEN).

- Anzeige -
- Anzeige -
- Anzeige -

 

VVW | Kontakt | AGB | Datenschutzerklärung | Impressum | Mediadaten