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Bund der Versicherten ringt um Zukunft

13.09.2013 – bdv_logo_kleinMit seinen mehr als 54.000 Mitgliedern könnten beim Bund der Versicherten (BdV) am morgigen Samstag wichtige Weichen gestellt werden. Es geht um die Neubesetzung der Führungsriege. Ende dieses Jahres setzte der Aufsichtsrat die beiden Vorstände Axel Kleinlein und Thorsten Rudnik ab. Begründet wurde dieser Schritt damit, dass sich die Personen feindselig gegenüber standen. Für Kleinlein könnte die Mitgliederversammlung bedeuten, in sein bisheriges Amt wiedergewählt zu werden.

Einige Mitglieder wollten den Beschluss der Absetzung nicht mittragen. Gefordert wurde die Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, die morgen hohe Wellen schlagen kann. Nachdem die ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Lilo Blunck 2002 den Vorstand in einer Krise übernommen hat und später über dieses Amt stolperte, weil ihr die Finanzen außer Kontrolle geraten waren, holte der Aufsichtsrat 2010 den Branchenkritiker Axel Kleinlein in den Vorstand. Der ehemalige Aktuar vertrat den BdV offensiv in den Medien. Anscheinend aber nahm er seinen Auftrag so ernst, dass er die Bezüge seiner Mitarbeiter prüfte. Der frühere Hamburger Finanzsenator Horst Gobrecht zerstritt sich mit seinem Co-Vorstand, der in die Affäre verstrickt war. Das zweiköpfige Team kassierte die Kündigung. Für den neugewählten Vorstandsvorsitzenden Tobias Weissflog, einen Unternehmensberater ohne Erfahrung aus der Versicherungswirtschaft, könnte seine fünfeinhalbmonatige Amtszeit am Samstag enden.

Der Bund der Versicherten scheint eine Rolle rückwärts zu machen, um sich für die Zukunft neu zu positionieren. Wenn sich die Befürworter von Kleinlein durchsetzen, wird auf der Mitgliederversammlung zunächst der Aufsichtsrat um Gobrecht abgesetzt. 2.700 Vereinsmitglieder hatten die Spitze zur Einberufung der Mitgliederversammlung aufgefordert. Die Putschisten zielen darauf ab, den Aufsichtsrat mit mehr Versicherungsexpertise zu besetzen. In einem dritten Schritt soll Kleinlein wieder in sein Amt gehoben werden. Damit sollen die Weichen für eine neue Zukunft gestellt und der bereits entstandene Imageschaden abgewendet werden. “Die Mitglieder müssen sich entscheiden, wo der BdV hin soll”, sagt Kleinlein: “Ich habe einen Vorschlag gemacht, wie wir als schlagkräftige Nichtregierungsorganisation aufgestellt sein könnten.”

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