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11.08.2016 – Italia-Generali-ItaliaIn Italien brodelt die Gerüchteküche. Medienangaben zufolge soll Big Player Axa ein Auge auf Europas drittgrößten Versicherer Assicurazioni Generali geworfen haben. Befeuert werden die Spekulationen von der französischen Business-Legende Vincent Bolloré. Der Financiers zählt mit Anteilen von 7,9 Prozent zu den größten Aktionären der an der Generali beteiligten Investmentbank Mediobanca. Und er will mehr.

Der Druck auf die Generali wächst, berichtet der Standard. So könnte die Bank-Austria-Mutter Unicredit im Rahmen ihres Beteiligungsverkaufsprogramms auch Mediobanca-Anteile in Höhe von knapp neun Prozent verkaufen. Der ehemalige italienische Regierungschef Silvio Berlusconi seinerseits könnte seine zweiprozentige Beteiligung an der Investmentbank abgegeben. Das Fass zum Überlaufen soll laut Zeitung aber der Mediobanca-Chef Alberto Nagel selbst gebracht haben. Bis 2018 wolle er demnach seine Beteiligung bei der Generali abbauen. Ob das bei einer Fusion unter zwei starken Partnern den Ausschlag gibt (siehe DOSSIER), bleibt jedoch fraglich.

Spekulationen um einen Mega-Deal tauchten in der Vergangenheit immer wieder auf. Zum Beispiel 2005. Damals sorgte ein angebliches Interesse der Axa an Mittel- und Osteuropa-Geschäften des italienischen Versicherers für Wirbel. Dass ein Zusammengehen durchaus sinnvoll sein und gewisse Synergien ergeben könne, weiß Georg Bräuchle, Geschäftsführer und Chief Market Officer von Marsh Deutschland. “Beim Industriegeschäft könnte die Axa von der Stärke der Generali in Italien und Osteuropa profitieren.” (siehe KÖPFE)

Eines steht fest: Sollten beide Konzerne tatsächlich ihre Kräfte bündeln, würde sich ein Schwergewicht neuen Ausmaßes an der Spitze der Europäischen Top-Versicherer festsetzen und sogar die Münchener Allianz von ihrem Thron stoßen. Bolloré indes könnte im Hintergrund die Fäden ziehen. Schließlich verfügt er über beste Beziehungen zum aktuellen Generali-Boss Philippe Donnet, der wiederum zwischen 1985 und 2007 beim Axa-Konzern tätig war.

Eine Sprecherin der Generali wollte die Gerüchte nicht kommentieren. (mst)

Bild: Head Office Generali Italien (Quelle: Generali)

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