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Diese Woche: Asset Manager der Versicherer im Börsenbeben

18.08.2014 – herbert-kieffer-150Report von Herbert Kieffer, VWh-Korrespondent. Niedrige Zinsen und volatile Aktienmärkte aufgrund geopolitischer Krisen erfordern eine tiefgreifende Analyse der aktuellen und künftigen Situation von den Versicherern, um gute Renditen zu erwirtschaften. Für die Meag, den Vermögensmanager von Munich Re und Ergo, ist dies kein Grund die Aktienquote zum Beispiel beim weltgrößten Rückversicherer zu senken, erklärt Geschäftsführer Philipp Waldstein Wartenberg gegenüber VWheute.

Die Aktienquote bei der Munich Re habe per 30. Juni dieses Jahres vier Prozent betragen. „Mit dieser Größenordnung fühlen wir uns im jetzigen Umfeld wohl“, sagt der Manager. Die Meag gehört mit einem verwalteten Vermögen von rund 240 Mrd. Euro zu den bedeutenden Asset Management Gesellschaften in Europa. „Die geopolitischen Unsicherheiten haben zugenommen“, sagt Waldstein Wartenberg, bei der Meag verantwortlich für das Ressort Portfoliomanagement Wertpapiere, Geld und Devisen. Der Diplom-Kaufmann rechnet damit, dass an den Aktienmärkten mittel- und langfristig „die fundamentalen Daten wieder die Oberhand gewinnen.“

An den Börsen gingen zuletzt „von den Wirtschaftsdaten großer Industrienationen widersprüchliche Signale aus, was zur Verunsicherung beigetragen habe und „mit Blick auf die Zukunft sorgfältig zu beobachten“ sei. Vermutungen, dass die chinesische Wirtschaft schwächelt, bestätigten sich erst vergangene Woche. Die Industrieproduktion verlangsamte sich.

Die politische Lage rund um den Globus bleibt angespannt. Die Meag richtet gerade jetzt in „der Phase krisenhafter Zuspitzungen“ das Augenmerk neben der Diversifikation verstärkt auf die „Bonitätsanalyse“. Denn ein Investor, so Waldstein Wartenberg, „muss heute eher damit rechnen, eine Anlage bis zum Ende durchhalten zu müssen“. Überhaupt gebe es beim Blick auf mögliche Kapitalanlagen „heute kaum Grenzen“.

Vor kurzem habe die Meag die Assetklasse Infrastruktur-Fremdkapital erschlossen. Diesen Weg geht Europas größter Versicherer Allianz schon seit längerem. Im Herbst 2012 baute der Vermögensverwalter dafür ein Team auf. Das Gesamtvolumen fremdfinanzierter Infrastrukturprojekte bei Allianz Global Investors liegt mittlerweile über zwei Mrd. Euro. Diese Marke überschritt das Untenehmen im März dieses Jahres mit der Finanzierung eines 12 Kilometer-Autobahnabschnittes in Belgien in Höhe von 433 Mio. Euro.

Foto: Finanzjournalist und VWh-Korrespondent Diplom-Kaufmann Herbert Kieffer (Quelle: Kieffer)

Links: DOSSIER, MÄRKTE, KÖPFE

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