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“Big Data revolutioniert die Risikoeinschätzung”

05.07.2016 – Heise_AllianzVon Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise.

Big Data revolutioniert die Risikoeinschätzung: An die Stelle von Wahrscheinlichkeiten treten Gewissheiten, an die Stelle der großen Zahl, des Kollektivs, tritt das individualisierte Risiko. Wie alle Revolutionen macht auch Big Data Versprechungen für eine bessere Zukunft, birgt aber auch Gefahren.

Inwieweit kann die Individualisierung von Risiken, vor allem im Gesundheitsbereich, zum Ausschluss der Versicherbarkeit führen? In welchem Ausmaß führt die immer stärkere Analyse und Überwachung von Verhaltensmustern zu einem Zwang uniformen Verhaltens? Wo endet die Datensammelwut und beginnt der Schutz der Privatsphäre? (siehe DOSSIER)

Diese Fragen betreffen nicht nur die Versicherungsbranche, sondern alle Bereiche wirtschaftlichen Handelns. Eine breite gesellschaftliche Debatte ist daher erforderlich, in der der Wert der Sicherheit und gesellschaftlichen Solidarität auf der einen, der Wert der Freiheit und des Persönlichkeitsschutzes auf der anderen Seite gegeneinander abgewogen werden müssen.

Denn bei der Nutzung digitaler Vertriebswege und Big Data geht es nicht nur um Korrekturen in der Vertriebs- oder Produktarchitektur. Die Technologien verändern die Art, wie Versicherer Risiken zeichnen und mit ihren Kunden kommunizieren und Schäden abwickeln, von Grund auf.

Bild: Michael Heise, Chefvolkswirt der Allianz Gruppe. (Quelle: Allianz)

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

ADAC: Mehr Hilfeleistungen bei Pannen
Der ADAC hat 2015 in 147 Ländern weltweit mehr als 632.000 Leistungen für ADAC-Plusmitglieder erbracht. Dies entspricht einem Plus von 3,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr (2014: 613.000 Hilfeleistungen). Dafür erbrachte die ADAC-Schutzbrief Versicherungs-AG insgesamt 174,7 Mio. Euro. Dies entspricht einem Plus von 8,0 Prozent (2014: 161,8 Mio. Euro).

Coface sieht weltweite Risiken auf Höchststand
Coface sieht die weltweiten Risiken auf einem neuen Höchststand. Demnach werden immer mehr Länder in die Kategorien “extremes” (E) und “sehr hohes Risiko” (D) eingestuft. Gleichzeitig nehmen auch bei den großen Wirtschaftsnationen die Schwierigkeiten zu, konstatiert der Kreditversicherer. Demnach wurden unter anderem China und die USA in der Länderbewertung heruntergestuft.

Umfassende Beratungspflicht
Empfiehlt ein Versicherungsvertreter einem gesetzlich Krankenversicherten den Wechsel in eine private Krankenversicherung, besteht eine intensive Beratungs- und Dokumentationspflicht. Fehler hierbei führen zur Umkehr der Beweislast und zu Schadenersatz. Fachanwalt Norman Wirth weist auf ein aktuelles BGH-Urteil und die damit verbundenen Risiken für den Vertrieb hin.

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