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Bewegung an der Rentenfront

14.06.2016 – Rente_Fotolia_102923085Das Thema “Rente” bewegt die Gemüter in diesen Tagen in jeglicher Hinsicht. Für zusätzlichen Aufruhr sorgte zudem bekanntlich jüngst CSU-Chef Horst Seehofer mit einer Fundamentalkritik an der Riester-Rente. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles setzt hingegen auf weniger Populismus – und mehr Sachlichkeit. Ihr Plan: Drei Expertenrunden aus Gewerkschaften, Arbeitgebern, Sozialverbänden und Wissenschaftlern sowie Versicherern.

Zu dem geplanten Dialog hat Nahles unter anderem den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), den Arbeitgeberverband BDA, die Regierungsfraktionen, die Deutsche Rentenversicherung und den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft eingeladen – gekoppelt mit der Expertise renommierter Rentenexperten wie Bert Rürup oder dem Chef des Sozialbeirats, Gert G. Wagner. Die Ergebnisse des Dialogs sollen dann in ein Gesamtkonzept der Bundesregierung fließen, welches im Herbst vorgestellt werden soll.

Das Ziel ist für die Arbeitsministerin klar: die Ost-West-Angleichung der Renten, die umstrittene Lebensleistungsrente und die Stärkung der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Der Branchenverband GDV hat seine Position zur Rentenentwicklung bis 2040 bereits jetzt klar gemacht. Deren zentrale Forderung lautet: eine “echte Rente bis 67″ statt einer Rente bis 70 (siehe DOSSIER).

Würde das derzeitige Renteniveau von 64,2 Jahren beibehalten, rechnet der Branchenverband mit einem deutlich höheren Steuerzuschuss von dann 55 Mrd. Euro. Das Rentenniveau würde gleichzeitig auf 41,7 Prozent sinken, konstatiert die GDV-Prognose. Gleichzeitig kommt auch das Analysehaus Prognos zu dem Schluss, dass das Renteneinkommen ohne die zweite und dritte Säule der Altersvorsorge nicht ausreichen wird (siehe POLITICS).

Als nicht zielführend kritisierte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach hingegen die neue GDV-Studie: “Wenn das Rentenniveau stabilisiert wird, werden auch im Jahr 2040 1.000 Euro Rente noch 1.000 Euro Rente sein – anstatt 880 Euro bei sinkendem Niveau und steigender Altersgrenze”. (td)

Bildquelle: Fotolia

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Weitere Themen im Blick von VWheute:

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Deutliche Ratingverbesserungen und damit günstigere Darstellung in Sachen Eigenkapitalausstattung versprechen Anleiheversicherer wie Assured Guaranty für Infrastrukturprojekte. Im Exlusivinterview mit VWheute erklärt Infrastrukturexperte Dominic Nathan von Assured Guaranty London die Details für institutionelle Anleger wie Versicherer.

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