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Bewegung auf dem Versicherungsmarkt

20.08.2013 – Drei Meldungen an einem Tag, die beleuchten, dass die Bandbreite der Positionierungen von Versicherern in Bewegung ist. Die Gründe dafür sind vielfältig. Eines haben Neuausrichtungen von Unternehmen meist gemein. Es geht es um die Stärkung der Wettbewerbsstellung am Markt. In einigen Fällen kann aber mit der Übernahme von Unternehmenseinheiten auch ein Run Off-Geschäft verbunden sein, in dem Bestände übernommen werden, ohne Neugeschäft zu zeichnen.

Spekulation löste gestern die Meldung des Sunday Telegraph aus, nach der die Hannover Rück den Erstversicherer Heidelberger Leben übernehmen möchte. Der norddeutsche Versicherer könnte für die Tochtergesellschaft der britischen Großbank Lloyd`s 400 Millionen Euro zahlen. Der Verkauf soll in dieser Woche bekanntgeben werden, heißt es in dem Bericht. Hannover Rück und Lloyd`s äußerten sich zu dazu nicht. In die Medien drang durch, dass die britische Regierung den Verkauf ihres 39 Prozent-Anteils an Lloyd`s vorbereite. Eine Sprecherin der Hannover Rück sagte auf vwheute- Anfrage: „Wir sind ein reiner Rückversicherer, zu diesen Spekulationen können wir keine Stellung nehmen.“

Eine weitere Neuformierung: Gestern verkündete die Basler Versicherungen, dass sie künftig nur noch mit zwei statt mit bislang vier Unternehmen das Schaden- und Unfallversicherungsgeschäft betreibt. Die Basler Securitas-AG wird umfirmiert und ab dem 1. September unter Basler Sachversicherungs-AG auftreten. In einem weiteren Schritt werden die Deutsche Ring Sachversicherungs-AG und die Avetas Versicherungs-AG auf die Basler Sachversicherungs-AG verschmolzen. Damit ist die Zusammenführung von operativen Gesellschaften unter der einheitlichen Marke „Basler Versicherungen“ abgeschlossen. Ende 2012 wurde bereits das Lebensversicherungsgeschäft unter die Marke „Basler“ gestellt. Neben einem einheitlichen Markenauftritt bringt die neuerliche Zusammenführung des Sachversicherungsgeschäfts unter nur noch zwei Unternehmen „eine deutliche Reduzierung der Komplexität und eine Senkung der Kosten“ mit sich, heißt es beim Unternehmen.

Und schließlich vermeldete gestern der Autodirektversicherer Direct Line die Kooperation mit dem Münchener Verein Versicherungsgruppe. Beide Unternehmen wollen im Empfehlungsgeschäft näher zusammenarbeiten. Auftakt bildet ein postalisches Mail an Kunden von Direct Line mit dem Hinweis auf die Pflegezusatzversicherungen des Münchener Vereins. Umgekehrt empfiehlt der Direktvertrieb des Münchener Vereins die Produkte von Direct Line an seine Kunden. Die Strukturbewegungen verlaufen (noch) kontrolliert, aber stetig (siehe DOSSIER).

Link: Basler Versicherungen führen ihre Sachversicherer zusammen

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