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D&O: Belastbare Deckungszusage als Herausforderung

25.07.2014 – Golz_SuedversFragen der Managerhaftung drehen sich nicht nur um die millionenschweren Vorstandsetagen. Diesseits von Fällen wie Thomas Middelhoff sind Unternehmen, die nicht so im Fokus stehen, “stärker schadenbelastet als man glauben mag”, erklärt Tilman Golz, Jurist und D&O Experte bei der Südvers in seinem Gastbeitrag für VWheute.

Fehlentscheidungen gibt es in jeder Branche und in Unternehmen jeder Größe. Dabei spielt es eine entscheidende Rolle, dass wir auch abseits der Großunternehmen einen Mentalitätswechsel erleben: Manager können nicht mehr darauf hoffen, ihr Unternehmen werde Ansprüche nicht prüfen oder auf deren Durchsetzung verzichten. Erst kürzlich hat ein mittelständisches Unternehmen seinen Geschäftsführer, der diese Funktion seit den späten 80er-Jahren innehatte, entlassen und auf Schadensersatz im siebenstelligen Bereich in Anspruch genommen. Außerdem hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass auch Geschäftsführer mit Mehrheitsbeteiligung es nicht verhindern können, wenn Minderheitsgesellschafter gegen sie vorgehen.

In den allermeisten Fällen werden die Manager durch das eigene Unternehmen verklagt. Die Anspruchsgrundlagen für außenstehende Dritte sind immer noch rar. Allerdings muss ein D&O-Schaden nicht zwangsläufig in einer Klage enden. Unser Ziel ist es vielmehr, den Rechtsstreit in einem Schiedsverfahren beizulegen oder im besten Fall schon zuvor durch eine Mediation eine Einigung zu erzielen.

Entscheidend ist die Frage, ob der Manager tatsächlich haftet. Das ist leider nur im Ausnahmefall deutlich. Deshalb beginnt nahezu jeder D&O-Versicherungsfall damit, dass der Versicherer dem Manager einen Rechtsanwalt finanziert. Eine Herausforderung ist es immer noch, eine belastbare Deckungszusage zu erhalten. Hier spielt die Musik unverändert im Kernbereich der Deckung – versicherte Tätigkeit, Rückwärtsversicherung, versicherte Unternehmen. Die vielen ergänzenden Deckungselemente, mit denen zahlreiche Versicherer ihre Wordings bewerben, sind in der Praxis nahezu ohne Bedeutung (siehe VERTRIEB).

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