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Betriebsrente jenseits der Zins-Schielerei

24.06.2015 – Hartsoe_PlansecurMehr Schaden als Nutzen drohe der Betriebsrente durch die Mobilitätsrichtlinie, die heute im Bundeskabinett auf den Weg gebracht wird. Auch der aktuelle Entwurf zur bAV-Reform wird gerne als System aus Seifeblasen gesehen. Andrew J. Hartsoe von Plansecur hält angesichts des “medialen Abschusses” der bAV einige Worte der Klarstellung für notwendig.

Jenseits der Zins-Schielerei ist etwas anderes bedeutsamer. Der Versorgungsvertrag hat die Aufgabe, ein für den Einzelnen unkalkulierbares Risiko abzusichern – in unserem Fall die so genannte Langlebigkeit.

Allein aus der hohen staatlichen Förderung folgt, dass der Mitarbeiter, würde er eine gleichartige Versorgung privat abschließen, doppelt so hohe Aufwendungen erbringen müsste, um eine gleich hohe Rente zu erzielen.

Der Hebel in der Effizienz entsteht durch die Steuer- und Beitragsfreiheit in der Erwerbsphase auch zur Entkräftung des Einwandes, dass der Rendite bei der Betriebsrente vollends der Garaus gemacht wird, wenn in der Rentenphase der volle Beitragssatz zur Kranken- und Pflegeversicherung zu zahlen sei.

Die betriebliche Altersversorgung ist auch vor dem Hintergrund eines niedrigen Zinsumfeldes durch diversifizierte Fördermaßnahmen ein formidables Werkzeug, um sehr effizient Versorgungslücken zu schließen. Staatliche Förderung, Gruppentarife, Arbeitgeberbeiträge oder -zuschüsse erhöhen die Effizienz deutlich gegenüber beinahe jeder anderen Form des Versorgungssparens.

Die Einbeziehung der bAV in die Altersvorsorge der Kunden und Interessenten ist und bleibt für den verantwortungsvollen Berater ein Muss (siehe UNTERNEHMEN)

Bild: Andrew J. Hartsoe ist Spezialist für betriebliche Vorsorgekonzepte bei der Plansecur. (Quelle: Plansecur)

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